Weihnachtsbaumkauf als Event

Naturprodukt mit Tradition - Weihnachtsbäume aus dem MK

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Moritz Teipel ist mit Tannenbäumen aufgewachsen. Er hat fast jeden Schritt seiner Familie zur Professionalisierung des Geschäfts miterlebt.

Schalksmühle - Auch in der heutigen, vom modernen Fortschritt geprägten Zeiten, halten die Menschen in der Region an einer besonderen Tradition fest. Ein Tannenbaum gehört zum Weihnachtsfest einfach in die gute Stube – auch bei vielen jungen Familien.

Zwar ist Moritz Teipel noch jung an Lebensjahren, doch der 23-Jährige kennt sich mit dem satt-grünen Naturprodukt bestens aus. Der Grund dafür: Er ist, wie seine vier Brüder auf dem Tannenhof Teipel in Plettenberg aufgewachsen. Seit rund 30 Jahren gehören die Bäume zur Familie.

Nach den ersten Versuchen des Großvaters in der eigenen Landwirtschaft bauten Vater Wolfgang Teipel und hinterher seine Söhne aus dem Hobby nach und nach ein Geschäft auf. „Der Vater hatte mal angefangen, ein paar Tannen anzupflanzen. Ich konnte danach miterleben, wie alles immer professioneller wurde.“ Die Familie Teipel produziert fast ausschließlich ihr Produkt selbst. Nur wenige Bäume werden von anderen Anbietern bezogen. 

An der Lauenscheider Mühle stehen die Tannenbäume ordentlich in der Reihe und warten auf ihre Käufer.

Verkauft werden sie in Baumärkten und Gartencentern des Märkischen Kreises und in Teilen des Ruhrgebietes sowie darüber hinaus. Aber auch an den eigenen Verkaufsständen in Plettenberg und auch seit rund 15 Jahren an der Lauenscheider Mühle in Schalksmühle sowie in Lünen werden sie angeboten. 

Kunden kommen hauptsächlich aus der Region

Die Kunden kommen hauptsächlich aus der Region, aber auch von weiter weg. Immer mehr Familien machen daraus ein Event. Auch viele Alleinstehende und Pärchen kommen zum Verkauf von Teipel. Auf dem Hof der Familie können Bäume geschlagen werden, Verpflegung gibt es von Oma Teipel mit hausgemachten Waffeln oder Bratwürstchen. „Von unserer Familie für andere Familien sozusagen.“ 

Das natürliche Grün einer Tanne gehört auch weiterhin zu einem besinnlichen Weihnachtsfest für die Menschen in der Region dazu.

Verkaufsschlager – und das schon seit vielen Jahren – ist die klassische Nordmanntanne. Aber auch die traditionelle Blaufichte wird angeboten. Sie lasse tendenziell eher die Nadeln fallen als eine Nordmanntanne, habe aber den Tannenduft. Zusätzlich gibt es bei den Experten auch Kiefern. Aber der Klassiker habe die schönste Form und das beste Grün. 

Und natürlich steht er bei Familie Teipel zu Weihnachten auch im Wohnzimmer. „Der Baum wird am 23. Dezember ins Haus geholt. Wenn wir dann am 24. alle drumherum sitzen, kommt immer der Satz: ,Da hätte man aber auch einen noch schöneren aussuchen können.’“ Diese Kritik nehmen aber alle Teipels locker. „Wenn man sich damit jeden Tag beschäftigt, dann will man auch, dass der Baum richtig gut aussieht“, sagt Moritz Teipel.

Anders als in vielen Bereichen des täglichen Lebens bleibt der Brauch des Weihnachtsbaum-Aufstellens bei den Menschen in der Region bestehen. „Der Konsum ist gefühlt konstant geblieben. Hier im Sauerland halten vor allem viele junge Familien an der Tradition ihrer Eltern fest. Gerade weil es auch für die Kinder schön ist.“ 

Borkenkäfer nicht bei allen Arten ein Problem

Anders als andere Bäume in der Region sei die Weihnachtstanne nicht vom massiven Befall des Borkenkäfers betroffen. „Der Schädling geht nicht an die kleinen Pflanzen, sondern nur an den Hochwald, an die alten Fichten. Wir haben mehr Schaden durch die Trockenheit. Die Tannen können weniger Feuchtigkeit ziehen.“ 

Der Experte kann noch einige Tipps geben. „Zwar gibt es keine Garantie, die Tanne ist eben ein Naturprodukt. Es gehört aber auf jeden Fall Wasser in den Ständer.“ Gute Lagermöglichkeiten seien Garage oder Balkon. Der Baum darf im Netz gelagert werden. Beim Aufstellen den Stamm frisch anschneiden und nicht nah an Heizkörpern oder Öfen platzieren – so lauten die weiteren Tipps.

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