Wehrleute erfolgreich in allen Wettkampf-Aufgaben

Ein Löschangriff mit Aufbau einer Wassertransportleitung und einer Türöffnung stand auf dem Programm.

SCHALKSMÜHLE ▪ 30 Blauröcke der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle nutzten am Samstag die Gelegenheit, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Feuerwehr Plettenberg richtete Kreis-Leistungsnachweis der Märkischen Feuerwehren rund um das Schulzentrum Böddinghausen aus.

Unter den rund 77 Gruppen mit mehr als 800 Feuerwehrleuten und mehr als 100 Fahrzeugen waren auch fünf Gruppen aus Schalksmühle gemeldet.

Je eine Gruppe aus Dahlerbrück und Schalksmühle und drei gemischte Gruppen aus den Einheiten Winkeln und Hülscheid nahmen teil. „Diese gemischten Verbände bestehen seit vielen Jahren und haben sich immer sehr gut bewährt“, sagte Heino Marl, Pressesprecher der Schalksmühler Feuerwehr. Die Förderung der Zusammenarbeit beider Löschgruppen, die gemeinsam auch den Löschzug 2 Höhengebiet bilden, war die Idee die hinter dieser Konstellation steckt.

Während zahlreicher zusätzlicher Übungsstunden in den vergangenen Monaten wurden die Gruppen zusammengestellt. Erstmalig waren auch Staffelbesetzungen zugelassen, die einen Brand hinter einer verschlossenen Tür simulierten.

Jede Gruppe besteht aus dem Gruppenführer, einer achtköpfigen Mannschaft und einer Reserveperson die bei einem, zum Beispiel verletzungsbedingten Ausfall, sofort einspringen kann. Bei einer Staffelbesetzung sind neben dem Staffelführer fünf Feuerwehrleute im Einsatz.

Mit der Meldung der Gruppen bei der Veranstaltungsleitung vor Ort werden die Positionen ausgelost, die die Wehrleute bei den Übungen zu bekleiden haben. „Das setzt selbstverständlich voraus, das jeder Teilnehmer die gesamte Ausbildungspalette durchlaufen und verinnerlicht hat“, sagte Marl. Die Auslosung wurde von den wachsamen Schiedsrichtern genauso kontrolliert wie der gesamte Ablauf der Veranstaltung.

Zunächst stand ein Löschangriff auf dem Programm, bei dem es darum ging, eine Wassertransportleitung aufzubauen, eine Tür zu öffnen und mit dem Wasserstrahl eine Blechtafel umzublasen.

Danach galt es, die Fähigkeiten bei den sogenannten „Knoten und Stichen“ zu beweisen. Dabei geht es um den Umgang mit Leinen und Seilen, die im Einsatzfall zur Sicherung und zur Rettung von Personen, Tieren oder Gegenständen eingesetzt werden.

Weiter ging es mit dem theoretischen Teil, bei dem Fragen aus dem Feuerwehrwesen beantwortet werden müssen. Die Fragen kommen jedes Jahr aus einer anderen Sparte der Feuerwehrarbeit.

Zuletzt, im sportlichen Teil, ging es um die körperliche Fitness der Feuerwehrleute. Einen Staffellauf in voller Ausrüstung muss in maximal zwei Minuten absolviert werden.

Bis zum Ziel musste jedoch noch ein Rohr mit einer Länge von acht Metern und einem Durchmesser von 70 Zentimeter durchrobbt, über einen sechs Meter langen Schwebebalken balanciert und eine 1,60 Meter hohe Wand überwunden werden. Die Mannschaften durften im gesamten Wettkampf nicht mehr als 15 Strafpunkte erhalten.

Die fünf Schalksmühler Gruppen meisterten ihre Aufgaben mit Bravour und nahmen bei der abschließenden Ehrung die Urkunden und die Abzeichen für eine erfolgreiche Teilnahme entgegen.

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