Warten auf schnelles Netz

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Glasfaser

Schalksmühle - Der Breitbandausbau in Schalksmühle wird sich weiter verzögern. Während in der Nachbarschaft schon „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden, müssen sich die Schalksmühler weiter mit langsamem Internet begnügen.

Wie bereits bekannt ist, wurde das schon fast abgeschlossene Ausschreibungsverfahren für Privathaushalte wegen neuer Fördermöglichkeiten noch einmal wiederholt. Diese haben sich durch die veränderten politischen Konstellationen in Bund und Land ergeben. „Ohne neue Vorteile für den Nutzer hätten wir den Schritt nicht gemacht“, erklärt Stefan Glusa Geschäftsführer der zuständigen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir haben ein paar Wochen verloren. Doch so haben wir neue Möglichkeiten auf weitere Förderungen.“ 

Die TKG und der Märkische Kreis haben nun sogar die Option eines kreisweiten Vollausbaus im Blick. Auch das Einbeziehen von Schulen sei nun möglich, so Glusa. Im Oktober hatte der Kreis über das weitere Vorgehen im Detail beraten. Auch jetzt ist immer noch nicht absehbar, wann der Ausbau auch in der Gemeinde starten kann. Einen Vertragsabschluss mit einem Anbieter werde es in diesem Jahr nicht mehr geben“, so der Verantwortliche. Das ist in einigen anderen Kreisen auch so. In manchen geht es aber schon voran, sagt Glusa. 

Frist bis 20. Dezember

Bis zum 20. Dezember haben Anbieter noch die Möglichkeit, sich auf die Ausschreibung zum Breitbandausbau zu bewerben. „Das Verfahren ist aber kompliziert. Der Bund trägt immer neue Sachen bei“, erklärt der Geschäftsführer. Manch ein Schalksmühler wird sich nach dem Lesen unserer Zeitung fragen, warum in Halver der Breitbandausbau gestartet wurde. Dort verlegt Westnetz im Auftrag der Innogy TelNet seit diesem Monat neue Leitungen. „Das liegt daran, dass es sich hierbei um einen privat-wirtschaftlichen Ausbau handelt. Die Welt dreht sich halt weiter. Während das Förderverfahren läuft, werden auch private Unternehmungen vorangetrieben“, sagt Glusa. 

Bisher waren sich alle 15 Kreiskommunen einig, mit den Fördergeldern von Bund und Land in Höhe von rund 25 Millionen Euro den Internet-Ausbau mittels Glasfasertechnik bis zu den Kabelverzweigern realisieren zu wollen. Einzig Schalksmühle hatte sich stets die Option des Vollausbaus offengehalten. Beim nun neuen Ausschreibungsverfahren sollen interessierte Unternehmen für jede Kommune ein Angebot für einen Ausbau bis zu den Kabelverzweigern, aber auch den Vollausbau abgeben. 

„Wenn die Ausschreibung gelaufen ist, schauen wir, was letztlich überhaupt machbar und finanzierbar ist. Jede Kommune kann dann noch einmal entscheiden, welche Variante umgesetzt werden soll“, so der Geschäftsführer. 

Download mit mindestens 50 Mbit/s 

Bei den bisherigen Plänen für einen Ausbau bis zu den Kabelverzweigern wird jedem der knapp 4400 Haushalte, die im Fördergebiet liegen, eine Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s garantiert. Bei einem Vollausbau gebe es praktisch keine Geschwindigkeitslimits mehr.

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