Entwicklung im Ort

Wandel im Ortskern: Kommune im MK saniert Fassaden

Mit dem Haus Mühlenstraße 11 hat der Ortskern von Schalksmühle eine weitere attraktive Fassade erhalten.
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Mit dem Haus Mühlenstraße 11 hat der Ortskern von Schalksmühle eine weitere attraktive Fassade erhalten.

Die Fassaden werden in dieser Innenstadt im MK immer schöner. Das hat auch einen Grund.

Schalksmühle – „Das Rot ist unsere Farbe.“ Das warme Barolo-Rot, das die Stuckelemente des Hauses Mühlenstraße 11 hervorhebt, hat auf Briefköpfen und Broschüren des Fachbetriebs „Wohnideen Krampe“ seinen festen Platz. Grund genug für Thorsten und Linda Krampe, „ihre“ Farbe bei der Neugestaltung des 1903 erbauten Hauses an exponierter Stelle zur Geltung zu bringen.

Im Zuge des Fassadenprogramms der Gemeinde Schalksmühle – am 1. Januar 2015 im Rahmen des Regionale 2013 Projekts „Oben an der Volme“ gestartet – hat das Raumausstatter-Ehepaar das Haus samt Werkstatt verschönern lassen und das Erscheinungsbild des Ortskerns um eine weitere attraktive Fassade bereichert. Anthrazit, Weiß und Barolo-Rot („Wie der Rotwein“) sind die Farben, die das Gebäude an der Mühlenstraße zu einem optischen Hingucker machen. Sehr sparsam und dezent ist zudem ein Goldton eingesetzt. Mit den Malerarbeiten betrauten die Krampes den Schalksmühler Malerbetrieb Ralf Windfuhr. „Die Resonanz ist riesig“, erzählt Thorsten Krampe, der den Familienbetrieb seit 2007 gemeinsam mit seiner Ehefrau Linda führt. Viele positive Rückmeldungen, wie schön das Haus geworden sei, hätten ihn erreicht. In dem von seinem Urgroßvater erbauten Haus ist der Familienbetrieb seit 1936 ansässig.

Freuen sich über die gelungene Neugestaltung: Christiane Dix von der Gemeinde Schalksmühle und das Ehepaar Thorsten und Linda Krampe, die sich am Fassadenprogramm beteiligten.

Herbert Krampe, der Großvater Thorsten Krampes, legte damals den Grundstein für das Unternehmen, das in diesem Jahr auf ein 85-jähriges Firmenbestehen zurückblickt. 1974 übernahm dessen Sohn Rolf Krampe den Betrieb nach bestandener Meisterprüfung. Auch Thorsten und Linda Krampe, die dritte Raumausstatter-Generation, sind Meister im Raumausstatter-Handwerk.

Grundidee in Gemeinschaft entwickelt

„Früher war hier auch ein Tante-Emma-Laden ansässig“, erinnert sich Thorsten Krampe. Dessen Ladenfläche ist längst in den Raumausstatter-Betrieb integriert. Die Grundidee für die Neugestaltung des Hauses erarbeiteten die Krampes gemeinsam mit dem Malerbetrieb Ralf Windfuhr und Christiane Dix von der Gemeinde Schalksmühle in Abstimmung mit dem Büro für Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS) Düsseldorf, das Partner der Gemeinde beim Fassadenprogramm ist.

Für das Programm, das bereits zweimal verlängert wurde, stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinde Schalksmühle Fördermittel bereit. Maximal 50 Prozent beträgt der Zuschuss zu den förderfähigen Kosten. Ziel des Programms ist eine Vitalisierung des Ortskerns. Mit dem Fassadenprogramm möchte die Gemeinde Identität fördern und das Zentrum und die Wirtschaft stärken.

Die Gemeinde freut sich, dass das Programm aufgegriffen wird.

Christiane Dix von der Gemeinde Schalksmühle

Sehr zufrieden ist Christiane Dix (Sachgebiet Bauverwaltung) und Ansprechpartnerin für das Fassadenprogramm mit der Neugestaltung des Hauses Mühlenstraße 11 und den vielen attraktiven Fassaden, die seit Beginn des Förderprogramms das Bild der Gemeinde prägen. „Die Gemeinde freut sich, dass das Programm aufgegriffen wird“, sagt sie. Von einer „total schönen Zusammenarbeit“ mit den Eigentümern ist die Rede. „Das ist auf einer richtig schönen Ebene abgelaufen.“ Edel und gediegen sei das Haus Mühlenstraße 11 geworden.

Neben der Fassade, für die sie den vollen Fördersatz erhielten, haben Thorsten und Linda Krampe das hintere Werkstatt-Haus ebenfalls neu streichen lassen, sodass beide Häuser nun farblich eine Einheit bilden. Ohne die Förderung durch das Fassadenprogramm hätte das Ehepaar mit einem erneuten Anstrich des Hauses wohl noch gewartet. „Das letzte Mal ist das Haus vor 25 Jahren gestrichen worden.“ Damals in Gelb und Blau.

Das Fassadenprogramm im Überblick

Das Fassadenprogramm Ortskern Schalksmühle – im Rahmen des Regionale-2013-Projekts „Oben an der Volme“ aufgelegt – galt zunächst bis 31. Dezember 2016, wurde bis Ende 2018 und ein weiteres Mal bis 31. Dezember 2022 verlängert. In dieser Zeit erhielten die Häuser Bahnhofstraße 2, 9, 11, 15-17, 29, 31, 38 und 39 einen frischen Farbanstrich. Hinzu kamen die Häuser Kirchgasse 6, Mühlenstraße 1, 1a, 3 und 5 sowie das Haus Hälverstraße 17. Mit dem Haus Mühlenstraße 11, in dem der Fachbetrieb „Wohnideen Krampe“ sein Domizil hat, verschönert jetzt ein weiteres sehenswertes Haus den Ortskern. Momentan liegen allerdings keine weiteren Anträge auf Förderung vor.

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