Walter Neuhaus: Immer nah am Menschen

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Jubilar Walter Neuhaus (Mitte) konnte sich über prominenten politischen Besuch freuen (von links): Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Landtagskandidat Thorsten Schick, Landtagskandidat Oliver Fröhling, MdB Dr. Matthias Heider, Bürgermeister Jörg Schönenberg, Landtagskandidat Wolfgang Exler, CDU-Vorsitzender Jörg Weber und Landrat Thomas Gemke. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Über 100 Gäste waren gekommen, um am Donnerstag mit Walter Neuhaus seinen 80. Geburtstag zu feiern. „In unserem Haus war immer viel los, von daher freue ich mich über so viele Gäste“, sagte der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete.

Neben Freunden, Nachbarn und Weggefährten aus verschiedenen Vereinen, ließen es sich auch zahlreiche CDU-Politiker sowie Bürgermeister Jörg Schönenberg nicht nehmen, Walter Neuhaus persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. NRW-Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg fand einige persönliche Worte zu dem runden Geburtstag: „Ich habe Walter Ende der 70er Jahre kennengelernt und wir haben seitdem immer gut miteinander gearbeitet.“ Man habe sich auch mal sonntags anrufen können, um etwas zu besprechen, so vertraut sei man gewesen und sei es auch heute noch. „Wir sind nun seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden und Walter ist stets eine wichtige Stimme für Südwestfalen gewesen“, sagte Uhlenberg.

Auch Dr. Matthias Heider, CDU-Bundestagsabgeordnete, lobte das politische Engagement von Walter Neuhaus: „Er hat viel für die Region getan.“ Er sei damals 16 Jahre alt gewesen, als er Walter Neuhaus während eines Wahlkampfes kennenlernte und er sei mit ein Grund dafür gewesen, dass sich Heider für die Politik begeisterte. „Walter Neuhaus konnte immer gut erklären, wie die Dinge funktionieren.“ Eine Besonderheit an dem Jubilar sei auch, meinte Heider, dass er sich immer stark mit seiner Heimat verbunden habe. „Das machte ihn als Politiker glaubwürdig.“

In seinem Erinnerungszimmer hatte Walter Neuhaus kurz Ruhe vor der Schar der Gäste und ließ seinen Blick über die vielen Urkunden und Auszeichnungen schweifen, die an der Wand hängen. „Meine erste Auszeichnung habe ich 1963 erhalten, als ich zum Ehrenvorsitzenden der Landjugend ernannt wurde“, erinnerte er sich. Über die Jahrzehnte sind viele dazu gekommen, die Wichtigste ist das Bundesverdienstkreuz. Doch da ist der Jubilar bescheiden: „Jede einzelne Auszeichnung hat ihren bestimmten Wert und zu jeder habe ich einen Bezug.“ Auf die Frage, welches politische Ereignis ihm am meisten im Kopf geblieben sei, antwortet er: „Ich bin stark durch das Dritte Reich und die Nachkriegszeit geprägt worden.“ Als junger Mensch habe er sich daher in den Kopf gesetzt, dazu beizutragen, dass kein Krieg mehr geführt wird und Propaganda und Diktatur verhindert werden. Sein politisches Vorbild sei immer Konrad Adenauer gewesen, dessen Ziel es war, Deutschland als freie Nation zu etablieren und der viel zur West-Integration beigetragen habe.

Innerhalb der Region, aber auch darüber hinaus waren für Neuhaus landwirtschaftliche Themen immer ein großes Anliegen. „Ich bin Bauer von Grund auf.“ Aber auch der Bau des Klinikums Lüdenscheid ist ihm gut im Gedächtnis geblieben und war ihm wichtig. Als Vorsitzender des Planungs- und Neubauausschusses hatte er zu Beginn der 80er Jahre maßgeblichen Anteil am Neubau des Krankenhauses. Ein Credo hat ihn in den vielen Jahren auf dem politischen Parkett immer begleitet: „Man darf nicht einseitig sein, sondern sich um einen Meinungsaustausch bemühen.“ ▪ aka

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