„Waidmannsdank“ für erfolgreiche Jäger

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Der Bläserchor des Hegerings blies die Signale für „Fuchs tot“ und „Sau tot“ sowie das Halali zum Ende der Jagd.

Schalksmühle - Von den Temperaturen her herrschten am frühen Sonntagmorgen bei um die 15 Grad eigentlich beste Bedingungen für die Jagd. Trotzdem schien es nicht ganz das perfekte Wetter gewesen zu sein, denn viel Wild war in den frühen Morgenstunden nicht unterwegs.

Zumindest nicht in den Revieren der 25 Jäger, die am Samstag am traditionellen Fuchsansitz des Hegerings Schalksmühle-Hülscheid teilnahmen. Seit halb fünf harrten sie in den Hochsitzen aus, doch die Beute fiel gering aus: Während Horst Dahlbüdding im Revier Hülscheid-Sterbecke zwei Füchse schoss, konnte sonst nur noch Lars Korspeter Beute vorweisen. Diese brachte dann aber Kilos auf die Waage: Korspeter schoss an den Maisfeldern in Everinghausen-Rölvede einen rund 50 Kilo schweren Überläufer-Keiler.

„Das ist eben die Jagd“, erklärte Hegeringsleiter Bernd-Josef Schmitt die geringe Beute, nachdem die Gruppe in der Willi-Engel-Hütte eingekehrt war. Dort wurde, wie es die Tradition vorgibt, die Strecke gelegt – also die erlegten Füchse auf vorbereitete Tannenzweige aufgebahrt. Das Wildschwein wurde nach der Jagd sofort in die Kühlung gebracht. In der Jagdhütte hatte der Bläserchor des Hegerings zur Stärkung der Jäger zudem ein Frühstück vorbereitet. Beim Essen tauschten sich die Waidmänner über die Vorkommnisse während der Jagd aus.

Während Altfüchse bereits seit Mitte Juni geschossen werden dürfen, ist seit dem 1. August nun auch die Schonzeit für Dachse und ältere Wildschweine vorbei. „Mit Ausnahme der führenden Bachen, die werden nicht geschossen“, erklärte Winfried Schindler, stellvertretender Leiter des Hegerings. Des Weiteren dürfen die Waidmänner nun auch Rehböcke erlegen.

Doch auch hier hatten die Jäger kein Glück. „Ich habe um viertel vor fünf zwar einen Bock gesehen, aber es war da noch zu dunkel zum Schießen, also habe ich ihn ziehen lassen“, berichtete Bernd-Josef Schmitt. Sowieso sei wenig Wild auf den Wiesen unterwegs gewesen, wie der Hegeringsleiter erklärte. Während sich die Füchse, Rehe oder auch Wildschweine ansonsten eher versteckt hielten, entdeckte Winfried Schindler aber noch ein gefiedertes Wildtier: Er beobachtete vom Hochsitz in Heedfeld-Lauenscheid aus einen Wanderfalken.

Zum Abschluss der Jagd verblies der Bläserchor noch die Strecke und spielte die Totsignale für die verschiedenen Wildarten sowie das „Halali“, welches das Ende der Jagd signalisiert.

Von Alisa Kannapin

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