Vortrag macht Lust auf Türkei

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Erlebnisse am Rande machten das Besondere des Vortrags vom Ehepaar Rendel und Detlev Simon aus. In Wort und Bild luden sie bei dem gut zweistündigen Vortrag zu einer Rundreise ein.

Heedfeld - Mit „Ostanatolischen Impressionen“ versetzten Detlev und Rendel Simon am Donnerstagabend beim „Treffpunkt Frau“ in Reisestimmung. „Wir fahren seit zehn Jahren mit dem Motorrad durch die Türkei“, erklärte das Ehepaar. 60 000 Kilometer haben die beiden Lüdenscheider auf diese Weise hinter sich gebracht und dabei Land und Leute abseits der Touristenhochburgen kennen und lieben gelernt.

Reisegedanken von Wilhelm Busch schickte Heike Lohmann, Ansprechpartnerin von „Treffpunkt Frau“, dem Bildervortrag des Diplom-Kaufmanns/Verlagsleiters und seiner Ehefrau, die Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle Lessingstraße ist, voraus. Während Detlev Simon, der die Touren ausarbeitet, der Gruppe historische und archäologische Sehenswürdigkeiten der Rundreise näher brachte, berichtete seine Ehefrau, die sehr gut Türkisch spricht, von Begegnungen mit Menschen und der sprichwörtlichen Gastfreundschaft allerorts.

In Wort und Bild luden die Simons ihre Zuhörerinnen bei dem gut zweistündigen Vortrag zu einer Rundreise von Kappadokien bis Hatussa, der einstigen Hauptstadt des Hethiterreichs, ein.

Erlebnisse am Rande machten das Besondere des Vortrags aus. Während eines Stopps durch ein aufziehendes Gewitter in den Bergen fanden sich die Lüdenscheider beispielsweise von Dorfbewohnern unerwartet zu einer Trauerfeier eingeladen. „Das wäre in Deutschland unvorstellbar.“ Am Ende hätte es sogar geheißen, sie hätten den schweren Tag etwas leichter gemacht.

Über Tarsus, das durch ein Treffen von Kleopatra und Marcus Antonius Berühmtheit erlangte und Geburtsstadt des Apostels Paulus ist, führte die Reiseroute unter anderem nach Birecik am Euphrat, wo es gelungen ist, den fast ausgestorbenen Waldrapp nachzuziehen.

Am Berg Nemrut Dag mit seinen übermannsgroßen, in Stein gemeißelten Götterstatuen - Heiligtum, Grab- und Weltkulturstätte – tauchte die Gruppe tief in antike Geschichte ein. Wissenswertes erfuhren die Frauen ebenso über das antike Edessa, heute Sanliurfa, dessen Geschichte eng mit Abraham verbunden ist. Eines der Hauptziele der Reise sei Cizre gewesen, so das Ehepaar. Vieles, führten beide aus, spreche dafür, dass Noah mit der Arche in Cizre und nicht auf dem Berg Ararat strandete.

An den Vansee, nach Malazgirt und viele andere Orte nahmen die Lüdenscheider ihrer Zuhörerinnen mit. Von aramäischen Christen und Aleviten, Begegnungen und Alltäglichem war die Rede. Bilder vielfältiger kulinarischer Köstlichkeiten machten zudem Appetit auf die türkische Küche.

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