Wilhelm Herberg: Vortrag eines Abenteurers

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Ausgangspunkt für die zahlreichen Trekking-Touren von Wilhelm Herberg (rechts) war die Stadt Kathmandu, die Hauptstadt Nepals. Eine der Touren unternahm er mit fünf einheimischen Begleitern: „Hier habe ich echte Freunde gefunden.“

Heedfeld - Einfach nur auf der faulen Haut zu liegen ist Wilhelm Herbergs Sache nicht. Schon als junger Mann hatte der heute 76-jährige, passionierte Bergsteiger den Wunsch, einmal eine Trekking-Tour im Nepalesischen Teil des Himalaya zu unternehmen. Über seine Erlebnisse berichtete Herberg am Donnerstag beim Männerkreis im Gemeindehaus Heedfeld.

Von Björn Othlinghaus

Erst Mitte der 80er-Jahre konnte sich der Schalksmühler erstmals den Wunsch nach einer Trekking-Tour erfüllen. Seither unternahm Wilhelm Herberg insgesamt fünf Himalaya-Expeditionen und hat sich zu einem echten Experten auf diesem Gebiet entwickelt, der sein Wissen sowie die abenteuerlichen Erlebnisse auf seinen Reisen gerne mit anderen teilt.

Zu seinem Vortrag hatte Herberg eine Präsentation mit zahlreichen Fotos mitgebracht, die er auf seinen Touren mit einer einfachen Agfa-Pocketkamera geschossen hatte und die gute Eindrücke von der Landschaft, den Sehenswürdigkeiten und den Menschen lieferten.

Ausgangspunkt für die zahlreichen Trekking-Touren war die Stadt Kathmandu, die Hauptstadt Nepals. Von dort aus ging es mit meist in einem abenteuerlichen Zustand befindlichen Bussen zu den Orten der Trekking-Touren. Die große Abenteuerlust von Wilhelm Herberg wurde auf seinen Reisen auf vielfältige Weise befriedigt, so zum Beispiel durch oft gewöhnungsbedürftiges Essen. „Das getrocknete Yak-Fleisch war sehr wohlschmeckend, aber Buttertee, der in Nepal zu vielen Gelegenheiten serviert wird, ist nichts für empfindliche Mägen“, versicherte der Referent. Das Getränk besteht aus Yak-Butter, Salz, Tee und Wasser.

Somit ereilte den eigentlich recht robusten Trekking-Fan auch in einem Fall „Buddhas Rache“, die ihn für einen Tag matt setzte. „In meiner Not bat ich eine Bäuerin, etwas Bier zu erhitzen, das ich dann in kleinen Schlucken getrunken habe“, erinnert sich Herberg. Nach Anwendung dieses alten Hausrezeptes ging es dem Kranken tatsächlich schnell besser.

Lecker gestaltete sich dagegen der Besuch einiger kleiner Käsereien, in denen der schmackhafte Yak-Käse hergestellt wurde. „In Nepal leben zahlreiche Religionen friedlich nebeneinander“, so der Referent. Dementsprechend stand auch der Besuch diverser abgelegener Klöster auf dem Programm, in denen die Reisenden zahlreiche Zeremonien erlebten, deren Bedeutung für die Besucher allerdings meist nur schwer nachzuvollziehen waren.

Ein besonderes Abenteuer war für den Schalksmühler auch die Landung auf dem wohl gefährlichsten Flughafen der Welt, dem Tenzing-Hillary-Airport in Lukla. „Die Start- und Landebahn hat hier lediglich eine Länge von 200 Metern, danach folgt direkt ein steiler Abgrund“, so der Referent. Erst vor wenigen Jahren kamen hier noch Menschen bei einem Absturz ums Leben.

Eine seiner zahlreichen Trekking-Touren führte Wilhelm Herberg sogar alleine mit fünf einheimischen Begleitern durch. „An diese Tour erinnere ich mich besonders gerne, hier habe ich echte Freunde gefunden“, meint Herberg, der auf seinen Touren Berge bis zu einer Höhe von 5000 Metern bestiegen hat.

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