Konzept zur Optimierung des Verkehrs im Bereich Stallhaus

+
Auf dieser Fläche entsteht die Erweiterung des Wohnbaugebiets Stallhaus. Für die Gemeinde war das der Anstoß für die Entwicklung eines Verkehrskonzepts.

Schalksmühle - Mit einem Verkehrskonzept für den Bereich Stallhaus, Flaßkamp und Waldesruh reagiert die Gemeinde Schalksmühle auf die Beschwerden von Bürgern, die durch die zukünftige Erweiterung des Wohnbaugebiets Stallhaus mehr Verkehr durch neue Anwohner befürchten. In einer Bürgerinfo-Veranstaltung werden die Konzept-Pläne vorgestellt.

Mitte Mai wurden der Bebauungsplan geändert und der Weg für weitere Grundstücke in Stallhaus frei gemacht. Im Zuge der Umsetzung dieser Entscheidung sei laut Gemeinde eine Optimierung der vorhandenen Verkehrssituation erforderlich. Ziel sei es die „vorhandenen und zu erwartenden Verkehrsströme in Zukunft anliegerverträglich zu lenken“.

60 Prozent Gewerbegebiet-Verkehr

Dabei spielen aber nicht nur die Menschen eine Rolle, die in Stallhaus durch das Wohngebiet hinzukommen. Für die Gemeinde war das zwar der Anstoß, aber: „Ein großer Teil der Belastung in Stallhaus kommt von dem Verkehr von und zu dem Gewerbegebiet Ramsloh“, erklärt Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt der Gemeinde.

Viele pendeln zum Beispiel von Hagen aus und dann über den Flaßkamp. Laut Ralf Bechtel macht der Gewerbegebiet-Verkehr rund 60 Prozent auf den Straßen Flaßkamp und Stallhaus aus. Ziel sei es, diesen Verkehr auf die Klagebach umzuleiten, sagt Bechtel. Wie das funktionieren könnte, hat der Fachbereichsleiter noch nicht verraten.

Statistische Berechnungen zeigen, dass sich das Verkehrsaufkommen durch die neuen Wohneinheiten in Stallhaus – das werden maximal 50 sein – nur geringfügig erhöhen wird, erklärt Bechtel. „TrotzNeubaugebiet kann die Straße das verkraften“, sagt er.

Doch die Beschwerden der Anwohnern bezogen sich nicht nur auf das Verkehrsaufkommen. Im Bereich Flaßkamp gibt es zusätzlich Klagen über Lärm durch die passierenden Fahrzeuge. Da denke man laut Bechtel über Tempolimits nach, die dort außerorts nicht vorhanden seien. Das Hauptziel des Konzepts bleibe allerdings die Veränderung des Durchgangsverkehrs zum Gewerbegebiet Ramsloh.

Engpässe stören die Sicherheit

Engpässe und eine Unübersichtlichkeit gibt es außerdem auf der Straße Stallhaus in Höhe der Awo-Kita Mittendrin. „In dem Bereich knubbelt es sich“, sagt Bechtel. Das trage dazu bei, dass sich das Sicherheitsempfinden der Menschen dort verringere. Zu diesem Thema gibt es den Vorschlag, Parkflächen zu markieren.

Am 20. September wird das Verkehrskonzept, mit dem ein Verkehrsplaner beauftragt wurde, um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses vorgestellt. Im Vorfeld wurde der Plan mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. An diesem Abend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. „Das Konzept lässt viele Optionen offen“, sagt Bechtel. Weitere Details werden noch nicht vor der Bürgerinformation verraten. Eine Vollsperrung sei allerdings vom Tisch.

„Wirkungsvolle Maßnahme“ als Ziel

„Ich hoffe, dass es letztendlich eine moderate und wirkungsvolle Maßnahme ist“, sagt Ralf Bechtel. Wenn das Verkehrskonzept von den Bürgern akzeptiert werde, beantrage die Gemeinde die Maßnahme bei der Straßenverkehrsbehörde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare