„Wir werden kämpfen, bis es nicht mehr geht“

Die Schallschutzmauer, die am Jahnsportplatz errichtet werden müsste, kann in der kommenden Woche zum Streitpunkt werden. Auf dem Foto hat die Gemeinde eine der möglichen Mauern ins Bild montiert.

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Entscheidung, wo der Kunstrasenplatz errichtet werden soll, wird am Mittwoch im Bauausschuss diskutiert. Im Sportausschuss gab es am Donnerstagabend einen ersten Schlagabtausch zwischen der Verwaltung und Politik.

Vorweg berichtete der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes, Klaus-Peter Wiebusch, von der derzeitigen Belegung und den Wünschen der Sportler. Derzeit spielen und trainieren auf dem Jahnplatz der TuS Stöcken-Dahlerbrück, der FC Azzurri, zwei Hobbykicker-Mannschaften und die Laufgemeinschaft (LG) Halver-Schalksmühle. „Die LG trainiert hier Diskus- und Speerwerfen, da dies in Halver auf dem Jahnplatz wegen des Kunstrasens nicht möglich ist“, erklärte Wiebusch. Falls Kuhlenhagen den Kunstrasen bekomme, käme eine weitere Hobby-Mannschaft hinzu, die dort trainiert.

„Die beteiligten Vereine bevorzugen den Jahnsportplatz als Standort für den Kunstrasen – aber weiterhin mit Laufbahn“, sagte Wiebusch. Des Weiteren sei die Infrastruktur an der Bergstraße wesentlich besser. Die Vereine hätten Sorge, dass es Probleme geben könnte, da viele Azzurri- und TSD-Spieler in der direkten Nachbarschaft des derzeitigen Platzes wohnen und kein Bus nach Kuhlenhagen fährt.

„Ideal wäre die Anlage Jahnplatz schon, wenn wir nicht die Probleme hätten“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg und verwies auf die Artikel unserer Zeitung, in der die Schallschutzproblematik gut thematisiert worden sei. Schönenberg erklärte, dass durch die Errichtung einer Lärmschutzwand Abstandsflächen eingehalten werden müssten und daher die Tribüne versetzt werden müsste und wahrscheinlich auch die Laufbahn komplett wegfalle.

Bernd Müller (UWG) erklärte, dass den Wünschen des Sports Rechnung getragen werden müsste. „Wir werden solange für einen Kunstrasen am Jahnplatz kämpfen, bis es nicht mehr geht“, machte Müller deutlich.

„Es wird nur

einen Platz geben“

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Lutz Schäfer, betonte, dass eine Entscheidung für Kuhlenhagen nicht automatisch das Aus für den Jahnplatz sei. Dieser Aussage widersprach Müller: „Schalksmühle wird nicht in der Lage sein, beide Plätze in einem sehr guten Zustand zu erhalten. Es wird nur einen vernünftigen Platz geben – nicht mehr und nicht weniger.“ Unabhängig davon, wohin der Kunstrasen kommen soll, interessierte den Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins, Gerald Borgdorf, ob zur Finanzierung ein Konzept erarbeitet worden wäre, wie beispielsweise in Halver beim TuS Grünenbaum, der unter anderem durch eine Photovoltaik-Anlage Geld einspielt.

„Wir müssen uns erstmal klar werden, wohin die Anlage kommt“, antwortete Jörg Schönenberg. Außerdem müssten die Politik und Verwaltung ein Zeitfenster setzen, in dem geregelt wird, „wann was und wie hintereinander kommt“, damit 2013 der Kunstrasen sprießt. ▪ Matthias Clever

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