Leerstehende Holzhäuser könnten zum Feriencamp werden

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Die UWG möchte einen Teil der Sportanlagen wieder herrichten lassen und die Hütten anschließend für Sport- oder Ferienfreizeiten nutzen.

Schalksmühle - Jugend-, Sport- und Ferienfreizeiten oder Themencamps in der Volmegemeinde? Wenn es nach der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Schalksmühle geht, könnte dies bald Realität werden.

Die UWG kann sich vorstellen, für solche Veranstaltungen die seit knapp einem Jahr leer stehende Flüchtlingsunterkunft auf dem Sportplatz an der Bergstraße zu nutzen und möchte deshalb auch Teile der Sportanlagen wieder ertüchtigen lassen.

Deshalb wendet sich die Wählergemeinschaft jetzt mit dem Antrag an Bürgermeister Jörg Schönenberg, unter Einbeziehung der in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Bürger und Institutionen ein solches Nutzungskonzept durch die Verwaltung erarbeiten zu lassen. Zudem soll ermittelt werden, welche Kosten für eine Wiederherrichtung von Lauf-, Wurf- und Sprunganlagen auf dem Sportplatz an der Bergstraße entstehen würden.

„Wir finden, dass die Blockhäuser eine sinnvolle Nutzung erhalten sollten und nicht einfach dem zeitlichen Verfall ausgesetzt oder ungenutzt wieder abgerissen werden. Das sind wir den Bürgern schuldig, mit deren Steuermitteln die Häuser ja schließlich errichtet wurden“, sagt UWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius. Bedarf für die Unterbringung einer größeren Anzahl neuer Flüchtlinge an der Bergstraße besteht für die UWG in absehbarer Zeit nicht, grundsätzlich dürfe diese Möglichkeit aber nicht ausgeschlossen werden.

Ortsbesichtigung durch die Wählergemeinschaft

Nach einer Ortsbesichtigung ist die UWG zu dem Ergebnis gekommen, dass sich weite Teile des Sportplatzes wieder für die Nutzung von Lauf, Sprung und Kugelstoß/Kurzwurfdisziplinen herrichten ließen und so für den Schulsport, aber auch für Ferienlager, Jugendcamps oder Klassenfahrten genutzt werden könnten. „Die zentrale Anordnung der Blockhäuser und ihre vorhandene Infrastruktur bietet sich geradezu an, sie für solche Freizeiten zu nutzen“, heißt es in dem Antrag an den Bürgermeister.

Die mögliche künftige Pflege und Aufsicht der Anlagen sowie organisatorische Aufgaben, schlägt die UWG vor, ganz oder in Teilen ehrenamtlich abzuwickeln. „Das folgt dem Gedanken, die Gemeinde nicht zu sehr mit Folgekosten zu belasten“, sagt Nelius. Der Fraktionsvorsitzende bringt dabei die Möglichkeit einer Bürgerinitiative ins Spiel. So könnten Nachbarn, engagierte Bürger, Eltern, Pädagogen und Politiker die Gemeinde aktiv bei der Herrichtung, Unterhaltung der Anlage, Aufrechterhaltung der Ordnung und Organisation und Verwaltung der Nutzung unterstützen.

Entscheidung erst nach der Bundestagswahl

Bürgermeister Jörg Schönenberg hatte im Gespräch mit unserer Zeitung vor zwei Wochen angekündigt, im Herbst eine Entscheidung über die Zukunft der Flüchtlingsunterkunft herbeiführen zu wollen, zuvor aber die Ergebnisse der Bundestagswahl und die folgenden politischen Entwicklungen abzuwarten.

Weil das Gemeindeoberhaupt aber auch verwaltungsintern schon einen Prüfungsauftrag erteilt hat, Lösungen zu erarbeiten, was zukünftig mit den Holzhütten passieren könnte, reagierte Schönenberg am Freitag auf Anfrage zurückhaltend auf den Vorstoß der UWG: „Wir sind derzeit im Stadium der Ideenfindung. In diese Kategorie ordne ich auch den Antrag der Wählergemeinschaft ein. Wichtig ist vor allem zu beleuchten, ob ein solches Projekt finanziell überhaupt darstellbar wäre.“ Weil in naher Zukunft weitere Großprojekte im Zuge der Ortskernumgestaltung anstehen, bündelten diese viel Personal und die Verwaltung dürfe mit weiteren Maßnahmen nicht über Gebühr strapaziert werden.

Der Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft kommt auf die Tagesordnung für die erste Ratssitzung nach der Sommerpause, die für den 25. September terminiert ist. Dort dürften ihn die Politiker zur weiteren Beratung zunächst in die zuständigen Fachausschüsse verweisen.

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