Schalksmühle

Vorbereitungen für neues interkommunales Gewerbegebiet laufen

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Gemeinsam mit den Nachbarkommunen Lüdenscheid, Nachrodt-Wiblingwerde und Halver plant die Gemeinde Schalksmühle die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes in Nähe der Abfahrt Lüdenscheid-Nord der Autobahn 45.

Schalksmühle - Gemeinsam mit den Nachbarkommunen Lüdenscheid, Nachrodt-Wiblingwerde und Halver treibt die Gemeinde Schalksmühle die Planungen für die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes in Nähe der Abfahrt Lüdenscheid-Nord der Autobahn 45 voran. Die dafür erforderlichen Hausaufgaben in Form von „Aufräumarbeiten“ im Gemeindegebiet erledigt die Verwaltung längst.

„Wir sind mit den anderen Kommunen und der Bezirksregierung Arnsberg weiterhin in Gesprächen, klären dabei im Vorfeld beispielsweise alle Belange der Forst- und Waldwirtschaft ab und versuchen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagt Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter technisches Bauamt, zur Standortfrage. Federführend bei den Planungen seien Lüdenscheid als Partner mit dem größten Bedarf an neuen Gewerbeflächen und Schalksmühle als die Gemeinde der vier Kommunen mit den größten Flächenmöglichkeiten.

Der Suchraum für den Gewerbegebiet-Standort erstrecke sich in den Gesprächen derzeit praktisch noch auf das komplette Höhengebiet der Gemeinde. Wichtigstes Kriterium sei es, eine möglichst autobahnnahe Fläche zu finden. „Schließlich erzeugt ein neues Gewerbegebiet auch weiteren Verkehr. Dieser soll ab der Abfahrt Lüdenscheid-Nord nur noch eine kurze Strecke zurücklegen müssen“, erklärt Bechtel.

In den Beratungen der Kommunen mit der Bezirksregierung würden Stück für Stück immer mehr Flächen innerhalb des Suchraums ausgeschlossen. „Viele Bereiche kommen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht in Frage, weil wir natürlich Abstand zur Wohnbebauung wahren und den Naturschutz einhalten müssen“, sagt Bechtel. Auch Flächen, die ein starkes Gefälle aufweisen, würden gar nicht erst näher betrachtet. „Diese Grundstücke sind heutzutage nicht mehr zu vermarkten. Unternehmen wollen auf einer Ebene bauen. Flächen mit einer Geländeneigung von mehr als 20 Grad fallen durch das Raster“, sagt Bechtel.

Schalksmühle hat nach Aussage des Fachbereichsleiters einen Bedarf an neuen Gewerbeflächen von rund neun Hektar und möchte diese Fläche im interkommunalen Gewerbegebiet ausweisen. Um – wie von der Bezirksregierung gefordert – den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten, plant die Verwaltung 4,91 Hektar, die als einzelne Grundstücke im Gemeindegebiet derzeit im Flächennutzungsplan für Gewerbe ausgewiesen sind, in Wald oder landwirtschaftliche Nutzfläche umwandeln.

Dabei handelt es sich laut Bechtel um Flächen die faktisch nicht genutzt werden können, weil sie beispielsweise in Überschwemmungsbereichen bei Hochwasserlagen liegen oder ein starkes Gefälle aufweisen. Die Änderung des gemeindlichen Flächennutzungsplans ist in der ersten Ratssitzung in diesem Jahr am 27. März geplant.

„Diese knapp fünf Hektar bekommen wir für das neue Gewerbegebiet zwar nicht eins zu eins angerechnet, aber nach einem festgelegten Berechnungsschlüssel dürften drei bis vier Hektar übrig bleiben, die wir ausweisen können, ohne dass uns ein Flächenverbrauch angerechnet wird“, erklärt Bechtel.

Allein bis zum Abschluss des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans, bei dem auch die Öffentlichkeit zu beteiligen ist, rechnet Bechtel mit einem Zeitraum von etwa einem Jahr. Der Verkauf von ersten Grundstücken im interkommunalen Gewerbegebiet könne daher frühestens 2019 in die Wege geleitet werden.

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