Volmetalradweg: Radler müssen sich gedulden

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Auf dem Teilstück zwischen Schalksmühle und Brügge soll der Radweg über knapp fünf Kilometer parallel zu den Bahngleisen verlaufen.

Schalksmühle - Wann die ersten Radfahrer den geplanten Volmetalradweg, der auf einer Länge von 23 Kilometern von Schalksmühle nach Meinerzhagen entlang des Flusses führen soll, werden nutzen können, ist derzeit weiter ungewiss. Bis zum Sommer soll zumindest eine Machbarkeitsstudie für das Regionale-Großprojekt vorliegen

Das erklärt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle, die für die Planung des Radwegs unter den vier Volmekommunen Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen sowie Lüdenscheid die Federführung hat.

Vom Landesbetrieb, der aufgrund der Fördermittel für das Projekt der Baulastträger ist, wartet Emmerichs in diesen Tagen auf Post in Form der sogenannten Schriftwechselvereinbarung. Mit dieser wird die weitere Planung den Kommunen übertragen, und sie erhalten das Recht, Aufträge auf Rechnung von Straßen.NRW zu vergeben. „Wenn die Vereinbarung vorliegt, kann ich die Machbarkeitsstudie für die komplette Strecke, die als wichtiges Element einen Grunderwerbsplan enthalten wird, in Auftrag geben“, sagt Emmerichs.

Gespräche über Grunderwerb

Sobald die Ergebnisse der Studie im Laufe des Sommers vorliegen, sei klar, in welchen Bereichen zeitnah mit den Arbeiten begonnen werden könnte und wo es vielleicht noch Probleme gibt, erklärt Emmerichs. Auf Basis dieser Ergebnisse können die fünf beteiligten Städte und Gemeinden dann die erforderlichen Einzelvereinbarungen zum Bau des Radwegs in ihrer Kommune mit Straßen.NRW unterzeichnen. Eine Rahmenvereinbarung mit dem Landesbetrieb als Baulastträger hatten der „Oben an der Volme“-Zusammenschluss und Lüdenscheid bereits im Juni 2015 paraphiert.

„Liegen die Einzelvereinbarungen vor, können wir in die möglichen Gespräche mit Grundstückseigentümern über einen Erwerb der benötigten Flächen gehen“, sagt Emmerichs. Ist dies in allen fünf Kommunen geschehen, ist es anschließend möglich die genaue Routenführung festzulegen.

Auf dem knapp fünf Kilometer langen Teilstück zwischen Schalksmühle und Lüdenscheid-Brügge soll die Trasse in einem bundesweit einmaligen Nebeneinander von Zug- und Radverkehr über das zweite, stillgelegte Bahngleis verlaufen. Dabei soll auch ein vorhandener Tunnel genutzt werden. Weil in diesem jedoch bereits vor längerer Zeit Fledermäuse festgestellt wurden, wartet Emmerichs weiterhin auf grünes Licht für diese Planungsvariante.

„Um zu schauen, ob der Tunnel trotzdem nutzbar ist oder die Fledermäuse ein Ausschlusskriterium darstellen, hat Straßen.NRW im Vorgriff für den Bereich des Tunnels bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben“, sagt Emmerichs. Schriftlich liegt dem Fachbereichsleiter noch nichts vor, die letzten Informationen stimmen Emmerichs aber positiv. So soll es grundsätzlich machbar sein den Tunnel für Radfahrer zu öffnen. „Die Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung werden aber noch geprüft“, sagt Emmerichs.

Eröffnungsjahr soll 2020 sein

2020 wurde bei den ersten Planungen als mögliches Eröffnungsjahr für den komplett fertiggestellten Radweg genannt. Bei einer veranschlagten Bauzeit von rund drei Jahren wird die Zeit allmählich knapp.

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