Volmepark: Verwaltung prüft Schritte gegen Baufirma

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Im Vorfeld der Sitzung machten sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses am Montag ein Bild des jetzigen Zustandes des Volmeparks. Der zuständige Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer (Mitte) erklärte die Maßnahmen.

Schalksmühle - Der Eröffnungstermin des Volmeparks steht noch in den Sternen. In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses fragte Bürgermeister Jörg Schönenberg den zuständigen Planer Roland Pfeiffer am Montag, wann der Park denn nun fertig werde. Eine genaue Antwort konnte Pfeiffer nicht geben.

Das entscheidende Problem sei, dass die zuständige Baufirma Linse aus Schmallenberg nicht zügig genug arbeite. Das sagten sowohl Roland Pfeiffer als auch Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. Mehrfach seien der Firma Termine gesetzt worden. „Die verstrichen und wurden dann angemahnt“, berichtete Pfeiffer.

Eigentlich hätte die Firma verschiedene Mängel bereits im März/April ausbessern sollen. „Da wurde dann gesagt, dass lieber alles zügig abgearbeitet werden würde.“ Dazu komme, dass das Unternehmen auch selbst weitere Mängel verursache. Pfeiffer: „Die stellen vorne her und reißen es hinten wieder ein.“ Der Landschaftsarchitekt unterstrich seinen Unmut mit der Aussage: „Mit dieser Firma möchte ich nicht noch einmal zusammenarbeiten.“

Restarbeiten und Installationsmaßnahmen würden zwar in dieser und der kommenden Woche erledigt, aber für Material wie Bänke und Müllbehälter gebe es noch Lieferzeiten von bis zu sechs Wochen. „Ich kann auch jetzt noch nicht sagen, wann der Fallschutz an den Spielgeräten gemacht wird, der ja Voraussetzung für die sicherheitstechnische Abnahme der Geräte ist.“ Pfeiffer warte seit Wochen auf Antworten, die nicht kämen.

Die Schilderungen veranlassten Tobias Latton (Sachkündiger Bürger, CDU) zur Frage, ob die Verwaltung die Möglichkeit habe, den Vertrag mit der Firma Linse aufzuheben? Roland Pfeiffer und Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, erklärten, dass eine Aufhebung möglich wäre. „Aber wie schnell würden wir eine andere Firma finden, die die Arbeiten weiter ausführt?“, stellte Pfeiffer die Gegenfrage.

Oliver Emmerichs wendete sich direkt an Tobias Latton, dass er versichert sein könne, dass die Verwaltung alle Maßnahmen ergriffen habe, um die Arbeiten voranzutreiben. „Wir sind nun an dem Punkt, an dem wir uns fragen, ob der Vertrag guten Gewissens gekündigt werden kann.“ Weitere Ausführungen verschob der Ausschuss in den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

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