Volmepark: Umgestaltung kostet 100 000 Euro mehr

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Rund 41 000 Euro mehr als geplant kostet der Bau der Sitzstufenanlage. Die Treppen sind so gut wie fertig, in den kommenden Tagen werden noch die Edelstahl-Geländer angebracht. Oberhalb der Sitzstufen ist das Unternehmen Linse derzeit mit der Fertigstellung des Platzes beschäftigt.

Schalksmühle -  Die Umgestaltung des Volmeparks und der Bau der Sitzstufenanlage an der Volme werden teurer. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf rund 100 000 Euro. Das ist der Sitzungsvorlage des Bau- und Planungsausschusses zu entnehmen, der am kommenden Montag ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses tagt.

Der zuständige Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer wird im Rahmen der Sitzung „Anlass sowie Hintergründe der Entstehung der Mehrkosten erläutern“, heißt es in der Vorlage. Im Gespräch mit unserer Zeitung äußern sich Ralf Bechtel und Oliver Emmerichs, die Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, vorab zu den Gründen und zur Finanzierung.

Sitzstufenanlage

Für den Bau der Sitzstufenanlage fallen rund 41 000 Euro an Mehrkosten an. Die Abrechnungssumme erhöht sich damit auf 164 000 Euro, (vorher 123 000 Euro). Der Eigenanteil der Gemeinde liegt hier bei 65 600 Euro.

Einer der Gründe für die Mehrkosten sei laut Bechtel, dass für die Fundamente der Winkelstützmauern der Sitzstufenanlage tiefere Gräben ausgehoben und mehr Material verwendet werden mussten als geplant. „Die neuen Fundamente wurden an die Fundamente der vorhandenen Fußgängerbrücke gebaut, von denen uns aber keine Pläne vorlagen. Wir gingen anfangs davon aus, dass für die Fundamente der Winkelstützmauern nur ein Meter tief gegraben werden muss, letztlich waren es aber rund drei Meter.“

Hinzu sei gekommen, dass der Boden hinter der Anlage zu weich war und die zuständige Baufirma Frey einen Großteil des Erdreichs wegfahren und durch steinigeres Material austauschen musste.

Darüber hinaus liefen aufgrund der schnell wechselnden Wasserstände der Volme Pumpen, um den Arbeitsbereich von Wasser freizuhalten. „So sind weitere Zusatzkosten entstanden, die aber mit Unwägbarkeiten bei Arbeiten an Gewässern zusammenhängen“, erklärt Bechtel und betont, dass die Firma Frey sehr sauber und zügig gearbeitet habe.

Kritik an Kommunikation

Was aber laut Bechtel nicht „ganz gerade“ lief, war die Kommunikation zwischen Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer und der Verwaltung. „Die genannten Maßnahmen hat Herr Pfeiffer selbst entschieden, ohne vorher die Gemeinde darüber zu informieren. Wir hätten in diesen Fällen zwar genauso entschieden, wären aber gerne vorher darüber informiert worden. Was die Berichterstattung angeht, hätten wir uns von Herrn Pfeiffer einen anderen Umgang gewünscht.“ Teilweise habe die Verwaltung erst durch die Rechnung von den zusätzlichen Kosten erfahren.

Volmepark

Die Mehrkosten bei der Umgestaltung des Volmeparks betragen rund 29 000 Euro. Damit erhöhen sich die Kosten auf rund 308 000 Euro (vorher 279 000 Euro). Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt damit 154 000 Euro.

Diese Mehrkosten entstanden ebenfalls aus mehreren Gründen, wie Ralf Bechtel erläutert: Zum einen hatten Pfeiffer und Verwaltung eigentlich geplant, Natursteine des alten Volmeparks im neuen wiederzuverwenden. „Das war aber in dem angedachten Umfang nicht möglich, weil zu viel Beton an den Steinen klebte. Hier musste die zuständige Baufirma Linse stattdessen neues Material verwenden.“

Ein weiterer Punkt war, dass der neue Wasserspielplatz im Bereich des alten Teiches gebaut wurde. Bechtel: „Der Boden war darunter nicht so tragfähig wie gedacht, so dass das Unternehmen Linse Stahlmatten in die Bodenplatte unterhalb des Spielplatzes einbaute, um eine größere Stabilität zu haben.“

Problematisch war im Park auch der Staudenknöterich, da sich die Pflanze laut Bechtel als besonders hartnäckig erwies: „Das war vor allem im Randbereich des Parks sehr schlimm. Hier musste das Unternehmen Linse teilweise den Boden austauschen und in Handarbeit die Wurzeln entfernen.“

Darüber hinaus konnten die Bauarbeiter teilweise auch das Wurzelwerk der gefällten Bäume nur in Handarbeit entfernen, um Erdkabel im Boden nicht zu beschädigen.

Weitere Mehrkosten

Durch zusätzliche Maßnahmen, die in den bisher erteilten Aufträgen nicht enthalten sind, entstehen weitere Mehrkosten in Höhe von rund 30 000 Euro.

Darin enthalten sind zum Beispiel: Bau des Platzes oberhalb der Sitzstufenanlage, Installierung der Edelstahl-Geländer an den Sitzstufen und der Bau der Pergola im Volmepark. Auch die Inbetriebnahme des Wasserspielplatzes ist in den Mehrkosten enthalten.

Da der veranschlagte Volmepark-Etat nicht ausreicht, um die Mehrkosten zu decken, schlägt die Verwaltung vor, Mittel aus anderen Regionale-Maßnahmen zu verwenden, die voraussichtlich in diesem Jahr nicht abgerufen werden. Oliver Emmerichs: „Wir hoffen, dass die Bezirksregierung einem Ausgleich im Rahmen der Gesamtmaßnahme ,Oben an der Volme’ zustimmt.“

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