Volme-Projekt: Kreis will Gemeinde unterstützen

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Für die Volme-Renaturierung sagte der Märkische Kreis eine zehnprozentige Förderung zu. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ In die Diskussion zwischen der Volmegemeinde und dem Märkischen Kreis über die Kostenübernahme der Volme-Renaturierung kommt Bewegung: Bürgermeister Jörg Schönenberg sagte im Hauptausschuss, dass der Kreis eine zehnprozentige Förderung zugesagt habe.

30.000 Euro ständen dafür in diesem Jahr im Haushalt des Kreises zur Verfügung. „Was 2014 drin steht, kann allerdings jetzt noch nicht gesagt werden.“ Daher schlug Schönenberg vor, das Projekt jetzt weiterzuverfolgen und nicht, wie der Bauausschuss beschlossen hatte, auf Eis zu legen.

Im Zuge der Regionale-Maßnahme zur Umgestaltung des Volmeparks in einen Mehrgenerationenpark sollte unter anderem die Wehranlage in der Volme zurückgebaut werden. Des Weiteren sahen die Planungen vor, eine Profilaufweitung der Volme vorzunehmen sowie die Stützmauern zu sanieren.

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Der UWG-Fraktionsvorsitzende Klaus Nelius fragte, ob es möglich sei, das Projekt Volmepark auch losgelöst von der Volme weiter zu verfolgen. „Dies ist problemlos möglich. Das Füllmaterial für den Teich könnte zum Beispiel auch anderweitig besorgt werden“, antwortete der Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer, der die Planung für den Park übernimmt. Jörg Schönenberg appellierte an den Ausschuss, im Grundsatz zuzustimmen. Damit könnten die Entwurfsplanung und eine konkrete Kostenaufstellung angefertigt werden. Bisher geht die Verwaltung von folgenden Kosten aus: Von rund 285.000 Euro zuschussfähigen Kosten übernimmt das Land NRW 80 Prozent – also rund 228.000 Euro. Den Eigenanteil von 20 Prozent (nach der derzeitigen Schätzung rund 57.000 Euro) wollte nach Auskunft von Bürgermeister Jörg Schönenberg der Märkische Kreis aufbringen. Nun will der Kreis nur die Hälfte zahlen.

Zu dieser Summe kommen noch nicht zuschussfähige Kosten. Alleine der Schutz der Widerlager (Mauer) zur Volme kostet mehr als 42.000 Euro.

„Der Ausschuss demonstriert sich sprachlos“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Lutz Schäfer. Seiner Meinung nach seien die beiden zurückliegenden Monate vertan. Schäfer forderte die Verwaltung erneut auf, positive Beispiele für einen Mehrgenerationenpark zu präsentieren, um dann konkret über Anschaffungen zu sprechen. Wolfgang Spidlen, Fachbereichsleiter Bauen, erklärte, dass über die Ausstattung des Parks zu einem anderen Zeitpunkt im Bauausschuss abgestimmt werde. Michael Schwalm (CDU) sagte: „Wir müssen jetzt in die Pötte kommen.“ Das Gremium stimmte bei einer Enthaltung zu. Die Planung wird nun fortgesetzt. ▪ mc

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