Volles Haus beim 37. Neujahrsempfang

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Der Ratssaal im Rathaus war am Sonntagvormittag bis auf den letzten Platz gefüllt.

Schalksmühle - Groß war der Andrang am Sonntagvormittag im Rathaus. Die Gemeinde Schalksmühle hatte bereits zum 37. Mal zum Neujahrsempfang geladen

Viele Bürger sowie Ehrengäste wie die Bundes- und Landtagsabgeordneten Petra Crone, Gordan Dudas, Angela Freimuth, Landrat Thomas Gemke oder der Kiersper Bürgermeister Frank Emde waren gekommen – und Kabarettist Bernd Gieseking. Mit seinem satirischen Jahresrückblick „Ab dafür!“ sorgte er für unzählige Lacher im bis auf den letzten Platz gefüllten Ratssaal.

Gieseking nahm noch einmal die wichtigsten Ereignisse aus 2015 wie den VW-Abgasskandal, die Griechenland-Krise, oder die Korruptionsaffären bei DFB und FIFA aufs Korn. Thema war natürlich auch 25 Jahre Wiedervereinigung. „Die Wiedervereinigung wollte ich natürlich auch. Aber musste es den unbedingt die DDR sein, ich hätte lieber Luxemburg oder die Schweiz gehabt“, scherzte Gieseking.

„Für 2016 ebenfalls viel vorgenommen“

Zuvor hatte Bürgermeister Jörg Schönenberg in seiner Rede zunächst ebenfalls auf das abgelaufene Jahr zurückgeblickt und noch einmal wichtige Projekte wie die Neugestaltung des Rathausplatzes oder des Volmeparks, die Einweihung des Kunstrasenplatzes Kuhlenhagen oder den Baufortschritt bei der Primusschule angesprochen.

Kabarettist Bernd Gieseking sorgte beim 37. Neujahrsempfang der Gemeinde Schalksmühle mit seinem satirischen Jahresrückblick „Ab dafür!“ für viele Lacher im Publikum.

„Für 2016 haben sich Rat und Verwaltung ebenfalls viel vorgenommen“, sagte Schönenberg mit Blick beispielsweise auf die Neugestaltung des Schnurrenplatzes, die Umsetzung der Rahmenvereinbarung Volmetal-Radweg oder den Start des Großprojekts „Leader“. „Erfreulich ist, dass wir vier Volmetalkommunen die Förderzusage bekommen haben, so dass wir nun den angefangenen Regionale-Prozess über den Ortskern hinaus in die Breite ausweiten können. Mit der Umsetzung der Projekte beginnen wir, sobald der Förderbescheid des Landes vorliegt“, sagte Schönenberg und verband dies mit einem Appell an die Bevölkering, sich intensiv in den Leaderprozess einzubringen.

Großes Lob an die ehrenamtlichen Kräfte

Schönenberg ging in seiner Rede auch auf die weiter steigenden Flüchtlingszahlen in der Volmekommune und den in Kürze beginnenden Bau von Notunterkünften in Leichtbauweise auf dem Jahnsportplatz ein. „Selbstverständlich sind wir weiterhin bestrebt, einen offenen Prozess zu führen und stets zeitnah zu informieren“, versprach der Bürgermeister, für den der Umgang mit den Flüchtlingen „ein wichtiger Gradmesser für die gemeinsame Zukunft Eurpoas“ sein werde.

37. Neujahrsempfang der Gemeinde Schalksmühle

Kritik äußerte Schönenberg an den aus seiner Sicht fehlenden klaren Strukturen in Deutschland hinsichtlich der Aufnahme und Integration dieser Personen und forderte mehr gemeinsame Entscheidungen von Bund und Land: „Es kann auf Dauer nicht sein, dass die Lasten vorrangig die Kommunen tragen müssen. Ich will mir nicht vorstellen, welche Folgen es gehabt hätte, wenn uns die vielen Ehrenamtlichen bei der Bewältigung der Aufgabe nicht zur Seite stehen würden.“

Rogge spricht "Wort zum Tage"

Pastor Armin Rogge von der Katholischen Kirchengemeinde Christus König sprach das „Wort zum Tage“ und ging dabei auf die Macht des Wortes ein. „Wir müssen Worte des Willkommens und des Repekts den vereinzelten ,Raus’-Rufen entgegensetzen“, sagte er mit Blick auf die Flüchtlinge, die derzeit täglich in hoher Anzahl neu in Deutschland ankommen.

Für die musikalische Begleitung des Neujahrsempfangs sorgte am Klavier Michelle Kramny, Schülern der Musikschule Volmetal. Zu Gast waren traditionell auch die Sternsinger, die zu Beginn Spenden für ein soziales Projekt in Bolivien sammelten.

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