Visionen für den Ortskern

SCHALKSMÜHLE ▪ Hans-Joachim Hamerla ersparte es sich und den mehr als 60 Teilnehmern der gemeinsamen Sitzung des Halveraners und Schalksmühler Rates, 218 Seiten Konzeptentwurf zu referieren.

Hamerla vom Düsseldorfer Büro „ArchitekturStadtplanungStadtentwicklung“ fasste in etwas mehr als 30 Minuten eine bis jetzt gut dreijährige Entwicklung zusammen. Die mündete am Mittwoch in der Vorstellung des Regionalen Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts (RIEHK).

Halver und Schalksmühle als zwei der vier Kommunen, die sich im Regionale 2013-Projekt „Oben an der Volme“ zusammengeschlossen haben, sollen sich mit allen Problemen, negativen Entwicklungen, aber auch ihren Chancen nicht isoliert betrachten, sondern in enger Kooperation mit den Nachbarn im oberen Volmetal Perspektiven für die kommenden Jahre entwickeln.

In den inzwischen ausgearbeiteten elf Leitprojekten für das obere Volmetal, die möglicherweise aus dem 200-Millionen-Euro-Regionale-Topf des Landes gefördert werden, spielen aus Schalksmühler Sicht die „Reaktivierung und Ausbau der Volmetalbahn“ und „Ortskern Schalksmühle – Vitales Zentrum“ eine besondere Rolle, außerdem könnte es beim Leitprojekt „Häuser der Kunst“ eine Kooperation mit Halver geben.

Beim Projekt Volmetalbahn soll der Schalksmühler Bahnhof eine zentrale Rolle spielen. Denkbar wäre die Anbindung des Wohngebietes oberhalb des Bahnhofes an den Ortskern mittels einer Brücke, die auf dem Rathausplatz endet. Der Schnurrenplatz könnte bebaut werden, der Bahnhof durch entsprechenden Ausstattung für Fahrradfahrer zu einem Start- und Zielpunkt werden. Dieser visionäre Entwurf könnte ungefähr 2,5 Millionen Euro kosten.

Die „Häuser der Kunst“ mit Sitz der „Art Volmetal“ in Halver hat ihren Schalksmühler Berührungspunkt an der Bergstraße. Dort könnte ein Teil der demnächst leer stehenden Realschule Bestandteil des Projekts werden.

Weitere, die kommunalen Grenzen überschreitende Aufgaben sind die Bereitstellung von Gewerbeflächen in enger Verbindung mit dem Angebot attraktiver Innenstädte/Ortskerne sowie kultureller Anziehungspunkte.

Diese zum Teil grundlegenden Änderungen des Ortsbildes und die Neuausrichtung der Kommune sollen nicht zu einem Geschäft der laufenden Verwaltung werden. Angesichts des Modellcharakters von „Oben an der Volme“ für die Region Südwestfalen wolle man nicht kleingeistig sein, erklärte SPD-Fraktionschef Lutz Schäfer, aber an der rechtzeitigen Beteiligung der Politiker war ihm schon gelegen: „Nicht, dass die Verwaltung ein halbes Jahr Zeit hat und wir nur 14 Tage“. ▪ bomi

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