Villa Kunterbunt wird erweitert

Die Anzahl der Kindergartenplätze soll in Dahlerbrück erhöht werden. - Symbolfoto

SCHALKSMÜHLE -  Was eigentlich ein Grund zur Freude ist, wird für die Gemeinde gerade zum Problem: Die Schalksmühler haben zu viele Kinder. Zumindest mehr, als die hiesigen Kitas aufnehmen können. Daher hat die Gemeinde nun den Ausbau der Dahlerbrücker Kita „Villa Kunterbunt“ beschlossen.

Dabei sagen die Prognosen in den nächsten Jahren sinkende Geburtenzahlen voraus. Aufgrunddessen und um dem Rechtsanspruch auf einen U-3-Kindergartenplatz nachzukommen, wandelte die Gemeinde Schalksmühle in den vergangenen Jahren verstärkt Ü3-Plätze um.

Für das Kindergartenjahr 2014/15 ist ein weiterer Ausbau nicht möglich und U3-Plätze, die von Bund und Land gefördert werden, sind auch mit Unterdreijährigen zu besetzen.

Um alle Kinder unterzubringen, plante die Jugendhilfeplanung des Märkischen Kreises für das aktuelle und das kommende Kindergartenjahr in fast allen Einrichtungen Zusatzbelegungen. Doch das reicht nicht aus – die derzeitigen Planungen zeigen, dass allein im Jahr 2014/15 13 Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren fehlen.

Um das Problem zu lösen, schlug die Jugendhilfeplanung des Märkischen Kreises vor, in der Kita „Villa Kunterbunt“ in Dahlerbrück eine halbe Gruppe für bis zu zwölf Drei- bis Sechsjährige einzurichten. Diese soll ab August 2014 starten und für drei Jahre bestehen.

Laut Verwaltung ist derzeit davon auszugehen, dass sich die Geburtenwerte nach dem Kindergartenjahr 2016/17 stabilisieren werden. Daher ist angedacht, die halbe Gruppe auch nach den drei Jahren weiterzuführen. Eine Garantie dafür gebe es aber nicht.

Um dieses zusätzliche Angebot leisten zu können, benötigt die Kita mehr Personal: Im Vergleich zum laufenden Kindergartenjahr bedeutet das einen Mehrbedarf von 37 bis 44 Stunden. Je nachdem, welches Betreuungsangebot die Eltern wählen.

Dieser Mehrbedarf wird durch die zusätzliche Kindpauschale in Höhe von bis zu 57 300 Euro und dem Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von bis zu 12 050 Euro teilweise gedeckt.

Wie die Verwaltung mitteilte, steigen nach der derzeitigen Planung trotz der Zusatzbelegung die freiwilligen Zuschüsse an die nicht kommunalen Einrichtungen nicht. Je nachdem wie viele Anmeldungen tatsächlich in den Einrichtungen eingehen, könnten sich die Zuschüsse aber für das Haushaltsjahr 2014 geringfügig erhöhen. - aka

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