Vier neue Veranstaltungen

Live-Cooking, Musik und Künstler: Neuer Event-Markt geplant

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Mithilfe der Leader-Förderung soll in Schalksmühle ein weiterer kulinarischer Höhepunkt entstehen.

Schalksmühle - Die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Oben an der Volme hat beschlossen, dass für eine neue Veranstaltung in der Gemeinde ein Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt werden darf. Die Verwaltung hat ein fertiges Konzept für einen Kulinarischen Eventmarkt vorgelegt.

Geplant ist „ein Markt mit einem Angebot aus marktüblichen Produkten sowie Speisen und Getränken – vorzugsweise aus der Region –, der bei wechselnden Aktionen und Rahmenprogramm zum Verweilen einlädt“, so ist es in der eingereichten Projektskizze zu lesen. Vorgesehen sind zunächst vier Veranstaltungen ab Mitte 2020 in Form eines sogenannten Feierabendmarktes. 

Insgesamt möchte man sich mit dem Thema in den kommenden zwei Jahren beschäftigen. Danach soll es auch über die Projektlaufzeit hinaus fortgeführt werden. Die beiden Jahre der Förderung sollen dazu genutzt werden, Strukturen aufzubauen, Routine zu bekommen und zu testen, welche Maßnahmen bei den Besuchern gut ankommen. Ziel sei es, den Markt später mit eigenen finanziellen Mitteln tragen zu können. 

Warum so einen Markt etabliert? 

Die Gemeinde begründet ihre Überlegungen damit, dass bereits seit 2014 vor Ort kein Wochenmarkt stattfindet. Die Ursache dafür habe in der zu geringen Frequenz aufgrund eines zu geringen Angebotes sowie in die Konkurrenz zu größeren Märkten im Umkreis gelegen. Diese Faktoren hätten zum „Aus“ geführt. Einen klassischen Wochenmarkt wieder aufleben zu lassen, gestalte sich nach Gesprächen mit Markthändlern schwierig. Die Angesprochenen würden sich über mangelnde Resonanz der Bürger beklagen und hätten zudem ihre festen, etablierten und gut frequentierten Märkte, auf denen sie zu besten Zeiten stehen können. 

Die einzige Lösung sehen die Antragsteller in einem „neuartigen, zeitgemäßen und außergewöhnlichen Marktkonzept“. Dieses soll viele Menschen aus Schalksmühle und Umgebung regelmäßig ins Zentrum locken und so Kaufkraft in den Ort holen. Zudem sollen die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie gestärkt und auch der Tourismus angekurbelt werden. Nur so könne man Markthändler mittelfristig zur Teilnahme bewegen. 

Wie soll das Projekt aussehen? 

Die Verantwortlichen sehen für den Markt in der Kombination aus regionalen Produkten, Rahmenprogramm und Verweilmöglichkeiten ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Der Markt soll ein Treffpunkt des Kaufens und der Kommunikation werden, der aber langfristig nur funktionieren könne, wenn ein professionelles Gesamtkonzept dahintersteht. Erforderlich sei, dass jeder Markt für sich eine Geschichte mit Bezug zur Region erzähle und überrasche. Dafür sei ein Themenplan festzulegen. 

Die Märkte sollen vorzugsweise an einem Freitag zwischen 16 und 21 Uhr stattfinden. Das Feierabend-Konzept eröffne auch den Berufstätigen die Möglichkeit, dieses neue Angebot anzunehmen. 

Was kann Leader dazu beitragen? 

Die Förderung soll als Anschubfinanzierung für die professionelle Gestaltung von vier Märkten genutzt werden. Schließlich brauche es, um das Projekt bekannt zu machen, neben der Pressearbeit und der Kommunikation über soziale Netzwerke im ersten Jahr einen breiten Katalog an Werbemaßnahmen. Zudem müsse thematisch angepasst, besonderes Mobiliar, Zelte und Schirme sowie stimmige Dekoration besorgt werden. 

Gestaltung des Rahmenprogramms? 

Die Verantwortlichen stellen sich wechselnde Aktionen und Programmpunkte vor. Diese könnten Verköstigungen, Workshops, Live-Cooking, Rezeptvorstellungen und auch musikalische oder künstlerische Darbietungen sein. Wo soll der Markt stattfinden? Als Ort biete sich der Schnurrenplatz oder der Rathaus-platz, der durch Sperrung der Bahnhofstraße oder Ausweitung in den Mehrgenerationenpark, vergrößert werden könne, heißt es. Zudem seien dort Parkplätze vorhanden. 

Mit einem Feierabendmarkt möchte die Gemeinde die Menschen zum Besuch des Ortskerns animieren. Ist es eine Konkurrenz für Schalksmühle köstlich?

Konkurrenz für ansässiges Gewerbe?

Die Verantwortlichen betonen, dass der Markt „in keiner Konkurrenz zur heimischen Gastronomie und dem Einzelhandel“ stehen soll. Es sei darauf zu achten, dass jeder, der an dem Markt teilnehmen möchte und auch zum Thema des Marktes passt, mit eingebunden werde. Auch die Einbindung heimischer Vereine oder Organisationen soll forciert werden. 

Wer soll dabei kooperieren? 

Man wünscht sich eine Kooperation mit dem Leader-Projekt „Regionalvermarktung Südwestfalen“ des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge, welches die Zusammenarbeit von Vermarktern und Gastronomen fördert. So könne auch eine Stärkung der Identität durch regionale Lebensmittel stattfinden.

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