Neue Lehrkräfte für die Primusschule

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Mit den Referendarinnen Pia Haeger, Jana Jablonowski, Ann-Marie van Lottum und Elfriede Löwen sowie der Vertretungslehrkraft Anna Blumert haben Desiree Huwald (links) und ihre Kollegen an der Primusschule seit den Herbstferien wichtige Hilfe.

Schalksmühle - Für die Verantwortlichen der Primusschule liegen einige Brocken im Weg. Doch viele davon hat die Schule im Aufbau schon aus dem Weg geräumt. Manche sind allerdings schwerer als andere. So sorgt die Mangelversorgung an Lehrkräften dort für eine besondere Herausforderung.

Seit den Herbstferien haben die Verantwortlichen aber neue Unterstützung. Vier Referendarinnen und eine Vertretungslehrkraft sind seit den Herbstferien an der Schule im Einsatz. Mit Pia Haeger (Primarstufe), Jana Jablonowski (Englisch, Geschichte), Ann-Marie van Lottum (Deutsch/Geschichte) und Elfriede Löwen (Sonderpädagogik) sowie Anna Blumert gestalten neue Kräfte den Schulalltag mit.  Doch in wie weit diese Kräfte auch in Zukunft die Schule unterstützen werden, das kann Desiree Huwald, didaktische Leiterin, nicht vorhersagen. 

Standort spielt eine Rolle 

Die Schulleitung und auch die Bezirksregierung Arnsberg bestätigen die Schwierigkeiten, die angehenden Lehrer für die Primusschule zu gewinnen. Dabei spielt auch der Standort Schalksmühle eine Rolle. Die Gemeinde scheint offenbar für neue Kräfte nicht attraktiv genug zu sein. Die Schulverantwortliche zeigt Verständnis dafür, dass man am Ende seiner Ausbildung auch seine eigenen Interessen im Auge hat. „Die Bedingungen für eine berufliche Standortwahl sind wichtig“, sagt Desiree Huwald. 

Zum anderen äußern Lehrkräfte Unsicherheit über die an sie gestellten Anforderungen durch das besondere pädagogische Konzept der Primusschule. Die Schulleitung hat angefangen, die entsprechenden Lehrerseminare in der näheren Umgebung zu besuchen – teilweise sogar in Begleitung einiger Schüler, die intensiv ihre Schule vorgestellt haben – um für die Primusschule zu werben. 

Durch die Teilnahme an dem Landesförderprogramm „Geld oder Stelle“, die die Bezirksregierung Arnsberg kurzfristig noch ermöglicht hat, konnte eine Stärkung des Ganztags im Sekundarbereich I (also ab Stufe II) durch zusätzliche qualifizierte AG-Angebote erreicht werden. 

Räumliche Situation weiter problematisch 

Aktuell umfasst die Primusschule, die seit nun mehr vier Jahren besteht, seit diesem Schuljahr erstmals durchgängig die Jahrgänge 1 bis 8 in insgesamt 19 Lerngruppen. Die 60 Schüler sind verteilt auf zwei Züge. Auch nach dem Weggang der Grundschule Löh und der Verbundschule ist die räumliche Situation aufgrund der stetig steigenden Schülerzahl der Primusschule immer noch problematisch. Man fiebert der Fertigstellung des letzten Bauabschnittes entgegen. 

Bisher kein Schulleiter vorhanden 

Die bisherige Schulleiterin wurde im August 2017 in den Ruhestand versetzt. Die Stellenausschreibung für ihre Nachfolge wird voraussichtlich nächstes Frühjahr erfolgen. Bis dahin wird die Schule geleitet von der stellvertretenden Schulleiterin Anja Krause, der Abteilungsleiterin Astrid Bangert und der didaktischen Leiterin Desiree Huwald. 

Die Anmeldeverfahren für den Jahrgang 5 laufen normalerweise immer innerhalb von sechs Wochen nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, also in der Regel Anfang Februar eines Jahres. Im kommenden Jahr hat man in Schalksmühle erstmals die Situation, dass ein „eigener“ Primusjahrgang 5 in das neue Schuljahr hineinwachsen wird, die Kinder des jetzigen Jahrgangs 4. Dieser Jahrgang ist aktuell mit 49 Schülern belegt. Die Primusschule wird daher im kommenden Jahr erstmals nur noch „Restplätze“ vergeben können. Die Bezirksregierung wird voraussichtlich erneut ein vorgezogenes Anmeldeverfahren genehmigen.

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