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Viele Besucher beim ersten Open-Air-Kino - es gibt einen zweiten Termin

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Von: Monika Salzmann

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Open-Air-Kino Schalksmühle
Zum Essen und Trinken waren Stehtische aufgebaut. © Salzmann, Jakob

Nach zweijähriger Coronapause verwandelte sich der Rathausplatz der Gemeinde Schalksmühle am Freitag wieder in ein großes Open-Air-Kino. Mit neuem Helferteam und neuem Sicherheitsdienst knüpfte die Gemeinde an die Erfolgsveranstaltungen der Vor-Coronazeit an.


Schalksmühle – Federführend Linda Weiland (Sachgebiet Bildung, Kultur und Sport) zeichnete für die Organisation des Ferienvergnügens unter freiem Himmel, das rund 300 gut gelaunte Besucher anlockte, verantwortlich.

Schon vor Beginn der Filmvorführung, die bei Anbruch der Dunkelheit startete, herrschte auf dem Platz ein buntes, geselliges Treiben. Viele nutzten die Gelegenheit, sich vorab mit Verwandten, Freunden und Bekannten zu treffen, zu klönen, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen und Gemeinschaft zu genießen.

Open-Air-Kino Schalksmühle
250 Stühle hatte die Gemeinde auf dem Rathausplatz für das Kinovergnügen unter freiem Himmel aufgestellt. © Salzmann, Jakob

Für die Bewirtung mit diversen Speisen und Getränken sorgten heimische Vereine. Süßes und Herzhaftes hielt die Rettungshundestaffel Märkischer Kreis, die mit Crêpes und Pommes aufwartete, für hungrige Besucher bereit. Der Mensaverein der Primusschule steuerte Popcorn für‘s Kinofeeling, Käse-Laugengebäck und süße Tüten zum Open-Air-Vergnügen bei. Heiß begehrt war zudem die Wildwurst des Hegerings Schalksmühle, an dessen Stand es auch Gin Tonic und Limoncello gab. Für die Getränke sorgte ansonsten der Schalksmühler Turnverein, der im Getränkewagen alle Hände voll zu tun hatte, durstige Gäste mit Nachschub zu versorgen. Den Sanitätsdienst verrichtete das DRK in gewohnt zuverlässiger Manier.

250 Stühle aufgestellt

Zum Filmgucken hatte die Gemeinde auf dem Platz eigens 250 Stühle aufgestellt. Manch einer brachte sich jedoch auch einen eigenen Klappstuhl zum kostenlosen Kintopp unter freiem Himmel mit. Wer außerdem eine Decke mitgebracht hatte, war bei dem mäßig warmen, am späten Abend kühlen Wetter gut beraten.

Zweites Open-Air-Kino

Am Freitag, 29. Juli, findet der zweite Filmabend mit „Ein Becken voller Männer” von Gilles Lellouche mit Matieu Amalric und Guillaume Canet statt. Auch hier ist der Beginn ab 20 Uhr, der Film wird mit Einbruch der Dunkelheit gezeigt. Zum Inhalt des Films schreiben die Veranstalter: „Eine Gruppe Männer im besten Alter und jeder davon mitten in einer handfesten Lebenskrise: Was liegt da näher, als kurzerhand das erste männliche Synchronschwimmteam ihrer lokalen Badeanstalt zu gründen? Mit Badehose und Schwimmhaube wollen sie es mit der eigenen Midlife-Crisis und der internationalen Konkurrenz im Wasserballett aufnehmen. Der Skepsis und dem Spott ihrer Mitmenschen zum Trotz, und gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sich die wassersportliebenden „Schönschwimmer“ auf ein unwahrscheinliches Abenteuer, an dessen Ende sie über sich hinauswachsen müssen.“

Als erster von zwei Filmen, die Schalksmühler und auswärtige Gäste in diesem Sommer auf der vier Meter hohen und sieben Meter breiten Leinwand des Filmriss Projektkinos aus Hagen verfolgen können, bot der Sönke Wortmann-Film „Contra“ mit Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst in den Hauptrollen kluge, intelligente Unterhaltung, die ebenso amüsierte wie Vorurteile entlarvte. Christoph Maria Herbst als zynischer und verbitterter, rhetorisch jedoch grandioser Uniprofessor Richard Pohl fand darin in Jurastudentin Naima Hamid alias Nilam Farooq eine streitbare, debattierfreudige Gegenspielerin, die ihm in der Vielschichtigkeit ihrer Persönlichkeit das Wasser reichen konnte.

Open-Air-Kino Schalksmühle
Viele nutzten die Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen, zu klönen und Gemeinschaft zu genießen. © Salzmann, Jakob

Eine fremdenfeindliche Bemerkung seinerseits, die seinen Beinahe-Rausschmiss von der Uni zur Folge hatte, brachte in der Culture-Clash-Komödie – einer Adaption der französischen Gesellschaftskomödie „Le brio“ (Die brillante Mademoiselle Neila) – das Katz-und-Maus-Spiel mit spritzigen Dialogen in Gang.

Seine einzige Chance an der Uni zu bleiben, bestand darin, die junge Araberin, die er beleidigt hatte, fit für einen bundesweiten Debattierwettbewerb zu machen. Dem anfänglichen Entsetzen und Widerwillen beiderseits folgten erste Erfolge, ein großer Knall und am Ende ein versöhnliches Happy End mit veränderten Protagonisten. Ein Film, der schmunzeln ließ und erheiterte, der jedoch ebenso über Chancengleichheit und die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationshintergrund nachdenken ließ.

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