Viel Neues aus alten Akten im Rathaus

SCHALKSMÜHLE ▪ Ab Mitte der Woche werden in der Vitrine des Rathauses wieder neue Schätzchen zu sehen sein. Beibehalten wird das Thema „Alte Akten berichten“, denn um die 100 Jahre alte Original-Unterlagen werden zu sehen sein.

Wer weiß zum Beispiel schon, dass es im Jahre 1927 eine Allgemeine Ortskrankenkasse der Gemeinden Hülscheid und Schalksmühle gab. Ein Originalbrief beweist es.

Ein ausgestellter Plan aus dem Jahre 1929 zeigt neben dem schon 1876 entstandenen Gebäude der Firma H.W. Holthaus den Teich mit Stauwerk, Ober- und Untergraben. Auch der damalige Verlauf der Volme und der Provinzialstraße, das 1912/13 errichtete Ledigenheim und die Gebäude am Oelken sind zu sehen.

Der 1880 erstellte und zu sehende „Situationsplan“ zeigt die noch heute geltende Grenze zwischen Lüdenscheid und Schalksmühle (damals noch zu Halver gehörend). Auch die Bahnstrecke und die Häuser über dem Eisenbahntunnel sind dargestellt.

Schon am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Schalksmühle mit Wasser versorgt, die Statuten der Privatgesellschaft von 1892 regelten die Versorgung mit reinem Trinkwasser für die Gebäude der Mitglieder. Bereits um diese Zeit bot die Firma Braun & Co. aus Wiesbaden einen „selbstschließenden Spülapparat für Klosetts“ an. Es ist nicht bekannt, ob auch in Schalksmühle dieses Angebot angenommen wurde.

In dieser Zeit (um 1885) errichtete Carl Krägeloh in der unteren Klagebach eine Schleiferei mit Teichanlage, auch dieser Plan ist ausgestellt. Seit 1930 befindet sich auf dem Gelände die Firma Baberg & Co.

Der Heimat- und Geschichtsverein zeigt also wieder Interessantes aus der früheren Zeit, ein Besuch der Ausstellung im Rathaus ist lohnenswert.

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