Vollsperrung der Viktoriastraße

Viktoriastraße: Baustelle und Sperrung dauern noch an

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Deutlich im Verzug sind die Arbeiten an der Viktoriastraße. Der Zeitplan wurde durcheinander geworfen.

Schalksmühle - Eigentlich sollte der Durchgangsverkehr seit ein paar Tagen wieder durch die Viktoriastraße fließen. Doch dieser Plan wurde durch unvorhersehbare Ereignisse zerschlagen. Die Sanierungsarbeiten sind deshalb deutlich in Verzug geraten.

Vor rund einem Monat waren die Verantwortlichen noch zuversichtlich, dass sie ihre Pläne einhalten können. Doch die Einbringung der sogenannten Geogitter hat die anderen Arbeiten aufgehalten. Diese Maßnahme war erforderlich, da man auf unfesten Untergrund unter dem alten Straßenbauwerk gestoßen war. Dieser Umstand musste erst beseitigt werden.

„Der Austausch des Bodens war nicht in den Zeitplan eingetaktet. Wir sind optimistisch daran gegangen und hatten gehofft, dass wir ohne diesen Schritt auskommen. Im Kostenplan haben wir das allerdings im Vorfeld eingerechnet“, sagt Ralf Bechtel, Leiter Technisches Bauamt. 

Der neue Gehweg entspricht der Mindestgröße.

Weiterer Bauabschnitt steht aus

Nun haben die Arbeiter noch einen Bauabschnitt vor der Brust, der sich bis zur Firma NVB Nachtrodt & vom Brocke hinzieht. Während im unteren Teil der Straße, also von der Einmündung von der Bergstraße bis etwa auf Höhe der Kindertagesstätte, die Asphalt-Tragschicht aufgebracht wird, beginnt im oberen Teil der Bodenaushub, erklärt Ralf Bechtel. „Auch dort rechnen wir damit, dass wir Geogitter einbringen müssen. Der Boden wird oben nicht besser.“ Die Fahrbahndecke werde allerdings erst aufgebracht, wenn im oberen Teil der Unterbau fertig ist. Das soll Mitte/Ende August so sein. 

Anwohner haben Bedenken

Gegenüber unserer Zeitung äußerte ein Anwohner der Viktoriastraße mehrere Bedenken. Im Zuge der Sanierungsarbeiten sollen auch durch den Energieversorger Enervie neue Laternen an der Straßen aufgestellt werden. Die entsprechenden Leitungen und Vorrichtungen sind bereits verlegt worden. Der Anwohner befürchtet jedoch, dass für die neuen Anlagen die Decke der Gehwege erneut aufgerissen werden muss. Diese Befürchtung kann Bechtel zerstreuen. Enervie werde zwar erst aktiv, wenn der Straßenbau fertig sei. Aber die neuen Gehwege werden gepflastert. So müssten nur die Pflastersteine hochgenommen und die Laternenpfähle in den vorhandenen Röhren eingepflanzt werden. 

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme muss noch viel gemacht werden.

Der Anwohner sorgte sich überdies auch um den späteren Fluss des Durchgangsverkehrs in der Straße. Der neue Gehweg erscheine ihm zu breit. So würden etwa Lkw oder auch der Winterdienst Probleme bekommen, wenn auf einer der beiden Straßenseiten Autos parken würden. 

"Alles im grünen Bereich"

„Mit dem Gehweg ist alles im grünen Bereich“, kommentiert Ralf Bechtel diese Aussage. „Wir haben ihn durch die Planer erneut prüfen lassen. Er entspricht der Mindestgröße von anderthalb Metern.“ Eine Verkleinerung sei indiskutabel, da sonst die Barrierefreiheit nicht mehr gewährleistet sei. Zudem wolle man auch keine „komfortable Breite“ für den Kfz-Verkehr schaffen – es soll ein Beruhigungseffekt erzielt werden. „Die Durchfahrtsbreite von drei Metern ist für Lastwagen, die Feuerwehr, den Rettungsdienst und auch für den Winterdienst der Gemeinde ausreichend.“

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