Leader-Förderung für Umgestaltung

Glörpark wird nicht pünktlich fertig - Straßen.NRW ist der Grund

+
Die Volme-Brücke in Dahlerbrück soll neu gebaut werden, deshalb wird sich die Fertigstellung des Glörparks verzögern.

Dahlerbrück - Trotz einer sorgfältigen Planung der Bürgerinitiative Dahlerbrück und der Gemeindeverwaltung wird es im Zuge der Aufwertung des Glörparks zu Verzögerungen kommen.

Grund dafür sind Pläne von Straßen.NRW. Die alte Brücke über die Volme soll abgerissen undein neues Bauwerk an der Stelle errichtet werden – vermutlich in 2021. Die Bauzeit für dieses Projekt könne zwei Jahre betragen, wie Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes und Leader-Beauftragter der Gemeinde im Gespräch deutlich macht. 

Vonseiten der heimischen Verantwortlichen seien viele wichtige Dinge bereits auf den Weg gebracht worden. Die Ausführungsplanung, mit der das Planungsbüro Bimberg beauftragt wurde, sei längst abgeschlossen und durch die Bürgerinitiative als Projektträger genehmigt worden. Die Ausschreibung für die weiteren Arbeiten im Zuge der Aufwertung des Areals sei zudem in der Vorbereitung. 

Ein "Special Effect" hat sich aufgetan

In der Zwischenzeit habe sich, sagt Ralf Bechtel, allerdings ein „Special Effect“ in dem Gesamtvorgang ergeben. Straßen.NRW möchte die Brücke an der Glörstraße, die über die Volme führt, komplett neu bauen. Dazu habe der Landesbetrieb bei Oliver Emmerichs, dem Leiter der Bauverwaltung, eine Anfrage gestellt, da das Vorhaben, bei dem unter anderem auch ein Radweg entlang der Straße entstehen soll, mehr Platz benötigt werde. Inklusive Gehweg soll so eine neue Verkehrsfläche von zwei Metern Breite entstehen. Das betreffe, so der Leiter des Bauamtes, auch den Glörpark.

Der Glörpark in Dahlerbrück soll mit Mitteln aus der Leaderförderung aufgewertet.

Ein zur Abgrenzung vorgesehenes längliches Beet werde dem Vorhaben weichen und Pflaster verlegt werden. „Ende Dezember ist die Planung des Landesbetriebs bei der Verwaltung eingereicht worden.“ Der neue Raum werde dann als Stellfläche für einen Kran und für Lkw genutzt. 

„Das stellt eine komplizierte Situation dar.“ Immerhin müsse man bis 2021 den neuen Glörpark gebaut haben, betont Ralf Bechtel. „Unsere Absicht, in 2020 fertig zu werden, bleibt aber bestehen.“ Die Frage sei nur, wie man nun damit umgehe. Ralf Bechtel rechnet damit, dass die Entscheidungsprozesse bei Straßen.NRW einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen werden.

So viel wie möglich fertigstellen

Die Lösung für die Verantwortlichen vor Ort sei es deshalb, so viel wie möglich fertigzustellen, damit die Bürger den Park samt Beachvolleyball- und Spielfläche nutzen können. „Es wird wohl nur ein kleiner Teil abgesperrt werden.“ Um nicht Fördermittel, die letztendlich auch aus Steuergeldern bestehen, zu verschwenden, sollen die Restarbeiten solange verschoben werden, bis der Landesbetrieb seine Maßnahme abgeschlossen hat. „Alles andere wäre sinnlos.“ 

Danach sollen die Kosten für die endgültige Fertigstellung des Platzes an der Glörstraße von Straßen.NRW getragen werden: Diesen Kompromiss erhofft sich Ralf Bechtel aus Gesprächen, die in Kürze stattfinden sollen. Die benötigten Pflaster sollen allerdings bereits im Vorfeld bestellt werden, damit diese auch gefördert werden können. Zwar ist die grundsätzliche Förderung durch Leader schon genehmigt. Aber der endgültige Zuschlag hänge von der Ausschreibung und den entsprechenden Angeboten sowie von dem Okay der Bezirksregierung zu den Vergaben ab. 

Baumfällung bis zum 28. Februar

Das beauftragte Planungsbüro werde die Aufwertungsmaßnahme durch alle Leistungsstufen bis zur Bauausführung begleiten. Sein Auftrag ende somit zum Ende des Jahres. Die Restarbeiten soll dann Straßen.NRW begleiten. Im Zuge der Planung wurde gewünscht, einen freien Blick vom Ufer auf die Volme haben zu können. Deshalb sollen einige Bäume, vor allem alte und kranke Eschen, sowie der dichte Bewuchs entfernt werden. Hierzu könne die Feuerwehr Dahlerbrück allerdings erst aktiv werden, wenn der Boden durch Frost hart genug für schwere Fahrzeuge geworden sei. Dies sei aber bislang nicht eingetreten. Man hätte im Rahmen des Naturschutzgesetzes bis zum 28. Februar Zeit, die Bäume zu fällen. Danach beginne die Schutzphase für Singvögel. Man sei aber zuversichtlich, dass bis zu diesem Datum das Gehölz zumindest gefällt werden könne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare