Klagebach: „Es kann durchaus Oktober werden“

Die Arbeiten laufen – doch wann ist die Baustelle fertig? Bisher gibt es kein definitives Datum.

SCHALKSMÜHLE ▪ Bei den drei Auftraggebern der Baustelle Klagebach herrscht Verwirrung: Keiner kann definitiv sagen, wann die Baustelle wieder freigegeben wird und warum die Busse der MVG bis zum 21. Oktober nicht mehr fahren sollen. Bürgermeister Jörg Schönenberg will nun Klarheit schaffen.

„Wir sind mit den letzten Restarbeiten beschäftigt. Daher gibt es von unserer Seite keinen Grund, der eine Vollsperrung rechtfertigen würde“, sagte Enervie-Pressesprecher Uwe Reuter. Neben dem Energieversorger ist die Gemeinde Schalksmühle sowie der Märkische Kreis Auftraggeber der Baustelle.

Beim Kreis hieß es auf Nachfrage, dass die letzten Haushaltanschlüsse derzeit gelegt werden. „Wir warten darauf, dass alles soweit ist – wir sind dann für die reinen Straßenbaumaßnahmen zuständig“, erklärte Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Mit den Vorbereitungsarbeiten werde nun kurzfristig begonnen. „Es kann durchaus Oktober werden, bis alles fertig ist.“ Wann die Straße dann für den Verkehr definitiv freigegeben wird, konnte Klein nicht sagen.

Rückblick: Am Freitag hatte die MVG mitgeteilt, dass die Klagebach ab Montag, 6. August, erneut für den Busverkehr der MVG gesperrt sei – bis Sonntag, 21. Oktober. Jochen Sulies, Sprecher des Unternehmens, sagte gestern auf die Frage, warum die Strecke gesperrt sei: „Das bekommen wir im Detail auch nicht erklärt. Es gibt ein Planungsbüro und das informiert uns. Für uns ist wichtig, wann wir welchen Straßenabschnitt befahren können.“ Die erneute Sperrung und der damit verbundene Ersatzverkehr sei vor allem für die Fahrgäste „sehr unglücklich“. Denn: Die Anschlusszeiten könnten durch den wesentlich längeren Umweg über Rummenohl nicht immer eingehalten werden. Sulies: „Falls die Straße tatsächlich Anfang September fertig sein sollte, würden wir gerne wieder früher fahren. Denn jeder Kilometer, den wir mehr fahren, kostet Geld.“

Bürgermeister Jörg Schönenberg will nun Klarheit schaffen. „Am Freitag findet ein großes Klärungsgespräch statt. Dort werden wir alle wichtigen Punkte besprechen“, sagte Schönenberg, der gestern den ersten Tag nach seinem Urlaub wieder arbeitete. Die Bürger hätten ein Recht darauf informiert zu werden – allerdings habe die Gemeinde bisher auch keine weiteren Informationen, die er veröffentlichen könnte. Nur soviel: „Der Kanal liegt. Lediglich kleinere Arbeiten stehen für uns als Gemeinde noch an. Über weitere Probleme sind wir vom Planungsbüro nicht informiert worden.“ Durch das Gespräch hofft Schönenberg „sauber zu wissen, wo wir realistisch stehen“. ▪ mc

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