Verwaltung will zwei Spielplätze schließen

23 Spielplätze gibt es derzeit im Gemeindegebiet. Da davon zwei Spielstätten in den Ortsteilen Heedfeld und Dahlerbrück nicht mehr ausreichend genutzt werden, schlägt die Verwaltung nun vor, die Plätze zu schließen. - Archivfoto: Maaz

Schalksmühle - Über die mögliche Schließung zweier Spielplätze im Gemeindegebiet diskutiert am Mittwoch der Ausschuss für Kinder, Jugend und Schule. Die Sitzung findet ab 16 Uhr in der Grundschule Spormecke statt. Zur Debatte stehen die Spielplätze Heedfeld-Mitte und Philippstraße (Dahlerbrück). Mit der aktuell schlechten Haushaltslage haben die Schließungen aber nichts zu tun.

Als Grund für die mögliche Außerbetriebnahme nennt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage, dass auf den betroffenen Spielplätzen in diesem Jahr Reparatur- oder Erneuerungsarbeiten erforderlich seien, die sich aufgrund der zu geringen Nutzung aber nicht mehr lohnten.

Insgesamt gibt es derzeit im Gemeindegebiet 23 öffentliche Spielplätze. Davon befinden sich drei im Ortsteil Heedfeld und drei in Dahlerbrück. In Heedfeld müsste die Gemeinde auf zwei Spielplätzen in diesem Jahr Erneuerungsmaßnahmen durchführen, die insgesamt je nach Ausstattung bis zu 14 600 Euro kosten würden.

Da laut Vorlage nur noch 25 Kinder im Einzugsbereich gemeldet sind und der Spielplatz nicht mehr genug genutzt wird, schlägt die Verwaltung vor, auf dem Platz Heedfeld-Mitte nicht zu investieren. Die Gemeinde möchte die Spielstätte stattdessen schließen und die vorhandenen, intakten Spielgeräte auf den Platz in Heedfeld-Eichholz versetzen beziehungsweise einlagern. Circa 2500 Euro kostet diese Umsetzung. Durch die Anpassung könnten einmalig rund 12 000 Euro eingespart werden, zudem fallen Material- und Personalkosten in Höhe von durchschnittlich 3000 Euro pro Jahr weg.

Angebot soll sich nicht verschlechtern

In Dahlerbrück steht der Spielplatz Philippstraße zur Diskussion. Dort müsste die Gemeinde rund 5000 Euro investieren, die durch eine Schließung eingespart werden können. Zudem fielen auch hier jährliche Material- und Personalkosten weg. Vorhandene Spielgeräte will die Verwaltung versetzen.

Die Schließungen verschlechtern jedoch nicht das allgemeine Angebot an Spielplätzen im Gemeindegebiet, wie Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, auf Anfrage unserer Zeitung erklärt: „Die Gemeinde ist für ihre Größe sowieso sehr gut mit Spielplätzen ausgestattet. Das langfristige Ziel soll es sein, nicht weiterhin alle Spielplätze zu betreiben, sondern einzelne noch attraktiver zu machen, indem wir Geräte versetzen.“ Die Wege für die Eltern und Kinder würden sich durch die Schließungen nicht gravierend verlängern. „Wir sprechen hier von 400 bis 800 Metern.“

Die geplanten Schließungen hätten nichts mit der aktuell schlechten Haushaltslage zu tun. „Wir sind von der Politik schon vor längerer Zeit dazu aufgefordert worden, wenn größere Investitionen anstehen, zu überprüfen, ob der Bedarf noch da ist.“ Das sei bei den betroffenen Spielplätzen und der Anzahl der gemeldeten Kinder im Einzugsbereich nicht der Fall (s. Infokasten). Die Verwaltung sei auch sicher, dass Eltern und Kinder die Plätze nicht genug nutzen. „Die Spielplätze werden wöchentlich kontrolliert und gereinigt. Man sieht zum Beispiel am Sand, den Geräten oder an der Müllmenge, wie regelmäßig die Plätze besucht werden.“

Bedarf wird weiter überprüft

Die Überprüfung des Bedarfs und der Nutzung von Spielplätzen werde künftig auch weiterhin verfolgt, unabhängig vom Haushalt. „Letztlich sind das notwendige Anpassungen, die aufgrund des demografischen Wandels vorzunehmen sind. Wenn aber wiederum ein neues Wohnbaugebiet ausgeschrieben wird, würde hier auch wieder ein neuer Spielplatz eingeplant.“

Was nach den Schließungen mit den Flächen passiere, stehe noch nicht fest. „Die Flächen sind im Bebauungsplan als Spielplätze festgesetzt, das kann nach einer Außerbetriebnahme aufgehoben werden. Möglich ist, dass die Flächen Bauplätze werden oder so bestehen bleiben.“

Nach der Entscheidung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Schule wird abschließend der Hauptausschuss in seiner nächsten Sitzung am 15. Juni über die Schließungen abstimmen.

Details zu den Spielplätzen

In den Einzugsbereichen der Spielplätze Heedfeld-Mitte und Philippstraße (Dahlerbrück), über deren Schließung der Ausschuss für Kinder, Jugend und Schule heute diskutiert, sind 49 Kinder gemeldet. Diese Zahl teilt sich laut Vorlage auf folgende Altersgruppen auf:

Spielplatz Heedfeld-Mitte

0 bis 2 Jahre: 5 Kinder

3 bis 5 Jahre: 3 Kinder

6 bis 8 Jahre: 3 Kinder

9 bis 14 Jahre: 14 Kinder

Gesamt: 25 Kinder

Spielplatz Philippstraße

0 bis 2 Jahre: 6 Kinder

3 bis 5 Jahre: 5 Kinder

6 bis 8 Jahre: 4 Kinder

9 bis 14 Jahre: 9 Kinder

Gesamt: 24 Kinder

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