Kritik an Siloplänen der Gemeinde

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Im Bereich dieser Stichstraße würde die Verwaltung gerne ein Streusalzsilo erreichten lassen.

Heefeld - Um eine ortsnahe Versorgung mit Streusalz für das Schalksmühler Höhengebiet gewährleisten zu können, sucht die Gemeindeverwaltung nach einem Standort für ein rund 23 Meter hohes Silo, weil das derzeit noch angemietete Silo auf dem Gelände des Raiffeisen-Marktes in Lüdenscheid-Dönne ab dem Winter 2018/19 wegen Eigenbedarfs nicht mehr zur Verfügung steht.

Die von der Verwaltung als Standort vorgeschlagene Restfläche am Langenstück im Gewerbegebiet Heedfeld stieß bei einigen Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses am Montag aber zunächst nur auf wenig Gegenliebe. „Das Silo würde wie ein Turm alle anderen dortigen Gebäude um zwölf Meter überragen. Das hätte absolut landschaftsprägenden Charakter“, kritisierte Dietmar Dassler von der FDP. 

Um das Landschaftsbild sorgte sich auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Lutz Schäfer, aber auch um eventuelle Begehrlichkeiten bezüglich höherer Gebäude, die bei benachbarten Unternehmen geweckt werden könnten, und brachte genauso wie Andre Krause von der CDU die Suche nach Alternativstandorten ins Gespräch.

Geeignete gemeindeeigene Flächen stünden als Alternative im Höhengebiet allerdings nicht zur Verfügung, sagte Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter technisches Bauamt in der Gemeindeverwaltung: „Uns sind aktuell jedenfalls keine bekannt.“ 

Nach längerer Diskussion einigte sich das Gremium dennoch darauf, die Verwaltung mit der Suche nach Alternativstandorten zu beauftragten, dabei aber nicht nur gemeindeeigene Flächen in den Blick zu nehmen. Der von der Verwaltung vorgeschlagenen Änderung des Bebauungsplans wurde allerdings dennoch zugestimmt, weil daran auch der Bau von Parkplätzen eines angrenzenden Unternehmens hängt und gegen dieses Vorhaben keine Einwände bestanden. 

Allerdings wurde in dem Beschluss die Anpassung der Höhenfestsetzungen, die für die Errichtung des Silos erforderlich wäre, zunächst ausgesetzt. Spätestens bis zur Dezember-Ratssitzung sollen Ergebnisse zu möglichen weiteren Silo-Standorten vorliegen.

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