Städtepartnerschaft mit Bedlington soll belebt werden

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Vertreter beider Städtepartnergesellschaften: David Graham, Allan Stewart, John Batey, Ron Thornton, Karl-Heinz Eckern (Mitte), Keith Grimes, Michael Trimming, David Thompson und Paul Hedley bekräftigten ihren Willen zum Weitermachen.

Schalksmühle - Lange Zeit lag die Städtepartnerschaft zwischen Schalksmühle und Bedlington (Wansbeck) auf Eis. Nach einem Besuch der heimischen Beteiligten in England im Oktober soll nun die Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden wieder aufleben. Den Willen dazu habe man deutlich spüren können, sagt Karl-Heinz Eckern von der Wansbeck-Gesellschaft.

1970 wurde, so ist es auf der Internetseite der Gemeinde zu lesen, zwischen dem nordenglischen Bedlington und Schalksmühle eine Partnerschaft gegründet, angeregt von einer von dort stammenden und mit einem Schalksmühler verheirateten jungen Frau. 1974 wurden bei einer Gebietsreform die drei benachbarten Städte Bedlington, Ashington und Newbiggin by the Sea zu der neuen Großgemeinde Wansbeck zusammengeschlossen. Wansbeck bildete damals den größten Verwaltungsbezirk in der Grafschaft Northumberland. Die ursprünglich mit der Stadt Bedlington eingegangene Partnerschaft wurde von Wansbeck übernommen. 

Neugliederung in 2009 

Die Mitglieder der Wansbeck-Gesellschaft besuchten auch die Oper in Cardiff, der Hauptstadt von Wales.

Im Jahr 2009 fand eine kommunale Neugliederung statt: Der Distrikt Wansbeck wurde eingemeindet in die Verwaltungseinheit Northumberland. „Zum Bedauern aller Beteiligten wurde die offizielle Form der Partnerschaft aufgelöst“, heißt es. Das soll nun wieder geändert werden, so das Bestreben auf beiden Seiten. Denn wie schon in den Jahren zuvor, gibt es auch heute noch rege Austauschbesuche zwischen der englischen Wansbeck-Schalksmühle-Society und der Schalksmühle-Wansbeck-Gesellschaft – so wie im Oktober dieses Jahres. 

Hochrangige Politiker setzen Zeichen 

„Nach der Reform fühlte sich niemand verantwortlich. Trotz vieler Gespräche passierte nichts“, erklärt Karl-Heinz Eckern, der Vorsitzende der heimischen Gesellschaft. „Unser Ziel war es, die Partnerschaft zu beleben. Das hat nun stattgefunden.“ Die Zukunft der Zusammenarbeit ist gesichert. Das zeigte sich auch bei dem Besuch der Schalksmühler Abordnung in Bedlington, wo auch zahlreiche Mitglieder des dortigen Gemeinderates an der Begrüßungsfeier teilnahmen. Auch hochrangige Vertreter der Politik waren anwesend. „Das ist ein tolles Zeichen.“ Auch diese hätten ihr Interesse an einem Weiterführen des Austausches bekundet, erklärt Karl-Heinz Eckern. 

Gegen den Brexit arbeiten 

Gegen den Trend soll die Partnerschaft wieder aktiviert werden. Den Zweck sieht man auf beiden Seiten angesichts des bevorstehenden sogenannten Brexits darin, weiter über den Ärmelkanal miteinander zu agieren und keine Kluft zwischen den beiden Gemeinden entstehen zu lassen. „Das Interesse darf nicht weggehen. Schließlich hat Schalksmühle als Partner nur Wansbeck und Ruhla.“ Das Bekräftigen des Willens zum Weitermachen sei ein großer Erfolg für beide Gesellschaften. Karl-Heinz Eckern: „Die Unterstützung aus der Verwaltung war schon immer da gewesen. Sie ist auch in England vorhanden.“ 

Die Möglichkeiten, die diese Partnerschaft zukünftig bringen wird, seien noch offen, meint Karl-Heinz Eckern. „Ein Austausch zwischen Schulen ist schwierig, da es dort kaum Deutschunterricht gibt. Aber der Austausch über Vereine ist möglich, wie es früher schon die Musiker der Volmetaler gemacht haben. Man muss schauen, was möglich ist.“

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