Öffnungszeiten schon eingeschränkt

Wir sind noch da! Bäckerei im MK kämpft hinter Baustelle um Kunden

Die Bäckerei Sommer in Heedfeld ist trotz der Baustelle weiterhin geöffnet – mit leicht reduzierten Öffnungszeiten am späten Nachmittag.
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Die Bäckerei Sommer in Heedfeld ist trotz der Baustelle weiterhin geöffnet – mit leicht reduzierten Öffnungszeiten am späten Nachmittag.

Hinter der Aldi-Baustelle im MK laufen die Geschäfte weiter. Nur bekommt es kaum jemand mit. Jetzt hat eine Bäckerei Luftballons an die Straße gehängt. Ein Besuch vor Ort.

Heedfeld – Die Arbeiten für den Neubau des Aldi-Marktes in Heedfeld schreiten zügig voran – vom alten Gebäude ist bereits nichts mehr zu sehen und die Fläche für den Neubau ist planiert. Hinter Schotterhaufen und Containern versteckt, geht derweil das Geschäft weiter.

Der Bauzaun auf dem Parkplatz wurde so errichtet, dass Bäckerei, Selbstbedienungs-Center der Sparkasse Lüdenscheid und die Zahnarztpraxis weiterhin erreicht werden können. Aber vor allem die auf Frequenz ausgelegte Bäckerei Sommer merkt natürlich einige Einschränkungen durch die Großbaustelle vor der Tür. Filialleiterin Janine Anders sagt aber auch: „Zum Glück haben wir in Schalksmühle viele treue Stammkunden.“ Deshalb laufe das Geschäft weiterhin zufriedenstellend.

Aldi im MK zieht ins Zelt: Bäckerei verkauft nach Abriss weiter

Mit Schildern, an denen bunte Luftballons hängen, machte die Bäckerei am Wochenende bereits auf der Heedfelder Straße, im Bereich der Einmündung nach Hülscheid, darauf aufmerksam, dass sie trotz der Bauarbeiten auf dem Gelände geöffnet hat.

Allerdings wurden die Öffnungszeiten etwas an die Umstände angepasst, denn die Kunden, die vor oder nach dem Einkauf im Supermarkt am späten Nachmittag spontan noch Brot und Brötchen kaufen oder auch ein Stück Kuchen vor Ort verzehren, fallen derzeit eben weg. „Mit Blick auf die Baustelle setzt sich keiner gemütlich für einen Kaffee hin“, sagt Janine Anders außerdem, dass der Cafébetrieb weniger angenommen werde als sonst. Deshalb hat die Filiale derzeit montags bis freitags von 5 bis 17 Uhr, samstags von 5 bis 16 Uhr und sonntags von 8 bis 11 Uhr geöffnet.

Das Team freut sich über den trotz der Einschränkungen großen Zuspruch und die positive Resonanz. „Schönen Dank, dass Sie noch da sind“, bekämen die Angestellten immer wieder zu hören. Gerade auch die Bauarbeiter und Angestellten der Firmen im Umkreis blieben der Filiale treu und versorgten sich wie gewohnt für ihre Pausen. „Das sind ganz tolle Kunden“, sagt Janine Anders.

Vom alten Aldi-Markt ist nichts mehr zu sehen, der Weg zur Bäckerei führt am Bauzaun entlang.

Das Unternehmen Aldi plant den neuen und größeren Markt bereits im März des nächsten Jahres zu eröffnen. Der Neubau und vor allem die von Aldi angekündigte Zwischenlösung mit der Errichtung eines Verkaufszeltes auf dem Heedfelder Schützenplatz war auch ein Thema in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde. Manfred Trimpop (UWG) hatte angefragt, wann das Zelt aufgebaut werde. Bürgermeister Jörg Schönenberg hatte erklärt, dass die Genehmigung zwischen dem Unternehmen und dem Märkischen Kreis abgestimmt werde. Die Gemeinde habe lediglich den Kontakt zwischen Aldi und dem Hülscheider Schützenverein als Eigentümer des Geländes vermittelt.

Wie der Märkische Kreis auf Anfrage bestätigte, befindet sich der Antrag für den Behelfsbau in Bearbeitung. Das Beteiligungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen.

Aldi hatte auf Anfrage unserer Redaktion angekündigt, mit dem Aufbau des Zeltes zu beginnen, sobald die Genehmigung vorliegt. Voraussichtlich im Oktober soll das der Fall sein. Für die Kunden aus dem Höhengebiet soll es dann auf einer Verkaufsfläche von etwa 800 Quadratmetern das gesamte Sortiment von Aldi-Nord geben. Außerdem hatte der Konzernsprecher betont, dass auch Parkplätze zur Verfügung stehen werden.

Zum Verkaufszelt hatte Stefan Klotz (FDP) im Bauausschuss angemerkt, dass möglicherweise über Verkehrssicherungsmaßnahmen wie eine vorübergehende Tempobegrenzung oder eine Querungshilfe für Fußgänger nachgedacht werden müsse, um Gefahren durch den zu erwartenden Abbiegeverkehr zum und vom Schützenplatz zu reduzieren.

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