Verstärkung für die Flüchtlingsbetreuung

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Enid Lal (rechts), Irmtraud Quenzel und Kämmerer Reinhard Voss (links) begrüßten am Dienstag im Ratssaal den neuen Kümmerer Mike Dulas (Dritter von links) sowie Mark Schmernbeck, der Bundesfreiwilligendienst leistet.

Schalksmühle - Personelle Verstärkung für den Bereich Flüchtlingsbetreuung. Bei der fünften Sitzung des Rundes Tisches zum Thema Flüchtlinge am Dienstag im Ratssaal, stellte die Verwaltung den neuen „Kümmerer“ Mike Dulas sowie Mark Schmernbeck, der seit Montag seinen Bundesfreiwilligendienst in Schalksmühle verrichtet, vor.

„Wir sind sehr froh, mit dem Kümmerer in Kürze umfangreichere Betreuungsleistungen für die Flüchtlinge anbieten zu können“, sagte Kämmerer Reinhard Voss, der gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Schönenberg die Runde-Tisch-Sitzung leitete.

Mike Dulas soll beim Aufbau und der Betreuung der bis zu drei Notunterkünfte im Gemeindegebiet helfen, wahrscheinlich vor Ort sogar regelmäßige Sprechstunden anbieten. „Wir wollen die Flüchtlinge für das Leben in Schalksmühle ein wenig anleiten. Das fängt häufig bei für uns ganz selbstverständlichen Dingen wie der Mülltrennung, dem Postverkehr oder ökonomischem Heizen an“, erklärte Voss.

Aufbau von Organisationsstrukturen

Eine weitere Hauptaufgabe des „Kümmerers“, der seinen Dienst in Schalksmühle am kommenden Dienstag, 1. Dezember, antreten wird, soll der Aufbau von Organisationsstrukturen zwischen der Gemeinde und den vielen Ehrenamtlichen des Netzwerkes Flüchtlingshilfe Schalksmühle sein. Wie groß die Hilfsbereitschaft in der Volmekommune ist, war auch am Dienstag wieder zu sehen, waren doch mehr als 20 ehrenamtliche Helfer in den Ratssaal gekommen. „Viele ehrenamtliche Helfer arbeiten derzeit am oberen Limit ihrer Möglichkeiten. Auch für sie wollen wir die Abläufe und Kommunikation durch die beiden Neueinstellungen verbessern“, sagte Schönenberg.

„Ich gehe mit Vorfreude an die neue Aufgabe heran und freue mich auf die Arbeit mit den Menschen“, sagte Mike Dulas bei seiner Vorstellung am Dienstag. Als gelernter Kaufmann, aber auch mit einer handwerklichen Ausbildung ausgestattet, wolle der 45-Jährige von seinem Büro im Rathaus aus die Fäden in der Flüchtlingsarbeit für Schalksmühle ziehen, aber auch tatkräftig vor Ort mithelfen.

„Eindrücke sind bisher nur positiv“

Bundesfreiwilligendienstleistender Mark Schmernbeck hat seine ersten Arbeitstage, an denen er die Mitarbeiter des Netzwerks Flüchtlingshilfe bei ihren Aufgaben tatkräftig unterstützte, hinter sich und zeigt sich mit seiner neuen Aufgabe sehr zufrieden: „Die Eindrücke sind bisher nur positiv, der Umgang mit den Flüchtlingen ist sehr nett und offen.“ Der 20-Jährige, der ab dem kommenden Jahr Soziale Arbeit studieren möchte, findet es bei der aktuellen Lage wichtig, sich für Flüchtlinge zu engagieren: „Besonders wir jüngeren Menschen müssen ebenfalls Initiative zeigen, da gehe ich gerne voran.“

Die Anzahl der Flüchtlinge in Schalksmühle erhöht sich derweil weiter. Kämmerer Voss sprach am Dienstagabend von 193 Personen, wobei sich der Anteil von Syrern stetig vergrößere. Bürgermeister Jörg Schönenberg erneuerte noch einmal die Aussage, im Laufe des nächsten Jahres würden mindestens vier Prozent der Schalksmühler Bevölkerung, also rund 400 Menschen, Flüchtlinge sein.

Suche nach Wohnraum

Um bei der Unterbringung dieser Personen nicht ausschließlich auf die drei noch zu bauenden Notunterkünfte angewiesen zu sein, forderte Voss die Bevölkerung erneut auf, der Gemeinde freien Wohnraum zu melden, damit dieser für die Flüchtlinge angemietet werden kann. „Schließlich wollen wir das Konzept einer dezentralen Unterbringung weiterhin verfolgen“, so Voss abschließend.

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