Versickerung in Stallhaus sichergestellt

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Nachdem sie die Bepflanzung auf der Fläche neben dem Bolzplatz Stallhaus entfernt hatten, hoben die Mitarbeiter der Firma Kriesten die Löcher für Rohrrigole und Schacht aus.

Stallhaus - Seit Mittwoch ist das Unternehmen Kriesten im Auftrag der Gemeindeverwaltung mit dem Bau einer Rohrrigole beschäftigt, die zwischen dem Bolzplatz Stallhaus und der Straße liegen soll. Damit soll künftig das Niederschlagswasser besser versickern. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis zum 25. September und kostet rund 20 000 Euro.

Bisher wurde das Niederschlagswasser, das auf eine Straßenfläche von 600 Quadratmetern fällt, unterhalb der Fahrbahn in einen Schacht geleitet. Dieser befand sich unterhalb des Hauses mit der Nummer 27 in einem privaten Waldbereich. Bei viel Regen lief der Schacht aber über und das Wasser versickerte im Wald.

Im Jahr 2010 beschäftigten sich Verwaltung und Politik bereits mit diesem Problem. Denn laut einer Sitzungsvorlage des Bau- und Planungsausschusses von 2010 beklagten sich die Eigentümer der darunter liegenden Grundstücke darüber, dass ihre Flächen zunehmend durchnässt würden. Die Eigentümer stellten darüber hinaus die Standsicherheit der Bäume infrage.

Des Weiteren entschied die Untere Wasserbehörde des Kreises, dass das Wasser nicht mehr in den bisherigen Sickerschacht eingeleitet werden darf. Die Behörde schrieb einen größeren Schacht vor.

Die Gemeinde hatte zunächst die Hoffnung, dass durch die Erschließung eines neuen Wohngebietes in Stallhaus der Abfluss an die neu entstehende Kanalisation angeschlossen werden könnte. Da diese Planungen aber noch nicht abgeschlossen sind, musste die Gemeinde jetzt handeln.

Nun entsteht auf der Fläche neben dem Bolzplatz eine 48 Meter lange und 1,20 Meter breite Rigole, mit einem großen Schacht – 4 Meter tief und 1,50 Meter breit – in der Mitte. Der Schacht wurde laut Johannes Striemer vom Fachbereich Planen und Bauen auch deshalb so groß gewählt, da er im Notfall Öl und eine gewisse Menge an gröberen Stoffen, die im Wasser mitgespült werden, auffangen soll.

„Der Schacht leitet das Wasser in die Rigole. Diese hat Löcher, durch die das Wasser versickern kann“, erklärt Striemer. Die Rohre werden mit Splitt ummantelt und mit Vlies abgedeckt, damit die Hohlräume im Splitt nicht aufgefüllt werden. Das Ganze wird mit Erdreich abgedeckt, das mit Grassamen eingesät wird.

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