Verloren auf dem Weg nach Amphop

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Der Hinweis auf die Ortschaft Amphop fehlt von Lüdenscheid aus. Der Zustand der Unterführung sorgt für Unmut. 

SCHALKSMÜHLE - Nicht nur an der Heedfelder Straße in Lüdenscheid sorgen ausgeblichene Schilder für Verwirrung unter ortsfremden Autofahrern (wir berichteten). Auch wer die Ortschaft Amphop besuchen möchte, sollte besser schon vorher wissen, wo sie liegt: Ein Hinweisschild sucht man von Lüdenscheid aus vergebens.

Einzig das Verkehrszeichen „Einfahrt verboten“ mit der Ergänzung „Anlieger frei“ säumt die Einfahrt in den Römerweg, der von der L 692 aus Richtung Lüdenscheid und von der Autobahnabfahrt Lüdenscheid Nord nach Amphop führt. Das kann lästig sein: „Ich wollte Mitte Juli meine Scheune vermieten“, sagt eine Anwohnerin. „Ein Interessent kam von der Autobahn aus und hat den Ort nicht gefunden.“ Auch Verwandte, die nicht so häufig in der Gegend seien, verfahren sich hin und wieder und müssten den Umweg über Heedfeld nehmen.

Von dort aus ist die kleine Ortslage leichter zu finden: An der Amphoper Straße markiert ein Schild deutlich den Ortsausgang von Heedfeld und weist den Weg in Richtung Amphop. Immerhin: Der Krankenwagen habe bisher immer den direkten Weg gefunden. „Der fährt ja so oft runter ins Dorf“, sagt die Anwohnerin.

Das Hinweisschild an der Einfahrt zum Römerweg fehle schon seit mindestens einem Jahr. Nachdem der potenzielle Mieter sich verirrt hatte, wandte sich die Anwohnerin an die Gemeinde Schalksmühle. „Der Zuständige im Rathaus versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Geschehen ist bislang nichts.“

Doch das fehlende Ortseingangsschild ist nicht das Einzige, worüber sich die Amphoper ärgern. Mitten auf dem Römerweg verläuft die Ortsgrenze zwischen Lüdenscheid und Schalksmühle – gut sichtbar: „Der Teil, der zu Lüdenscheid gehört, ist kaputt“, sagt die Anwohnerin und zeigt auf Schlaglöcher und Unebenheiten. Das Straßenstück auf Schalksmühler Gebiet bekomme regelmäßig eine neue Asphaltschicht, damit die Straße und die Autos der Anlieger nicht so leiden.

Auch die Sauberkeit lasse auf dem Lüdenscheider Teil der Römerstraße zu wünschen übrig, bemängeln die Amphoper. Seit 1966 lebe sie in der Ortschaft, sagt die Anwohnerin. „Und seitdem ist an der Brücke über der Römerstraße nichts gemacht worden. Da sind noch Kritzeleien dran, die schon da waren, als meine Kinder noch zur Schule gingen – das war vor mehr als 40 Jahren.“

Müll und Schuttberge am Straßenrand seien ebenfalls keine Seltenheit: „Ich bin schonmal mit meinem Enkel die Straße entlanggelaufen und habe Müll aufgesammelt. Und mein Nachbar hebt immer die Pfandflaschen auf, die in die Büsche fliegen.“ - cra

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