Glörtalsperre: Aktionstag für Biker

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Schalksmühle - Der Biker-Treff Glörtalsperre war am Sonntag Ziel vieler Motorradfahrer. Vor Ort waren auch Beamte der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr, die zum Start in die Zweiradsaison ihre alljährliche Verkehrsunfallpräventions-Aktion durchführten.

Bei bestem Biker-Wetter, das förmlich zur Ausfahrt einlud, machten die Polizei und zahlreiche Kooperationspartner die Motorradfahrer auf Gefahren im Straßenverkehr durch Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit und mangelhafte Sichtbarkeit aufmerksam.

Aus dem Ruhrgebiet, dem Hochsauerlandkreis, dem Bergischen und andernorts kamen Biker zum Rastmachen und Sonne tanken samt Aufklärung an den Ausflugsort. Das frühsommerliche Wetter spielte der Polizei bei ihrer Präventionsaktion, die seit rund zehn Jahren – stets Anfang April – fest im Terminkalender der Beamten verankert und mittlerweile weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt ist, in die Karten.

Verkehrsunfallpräventions-Aktion der Polizei an der Glörtalsperre

Als Kooperationspartner beteiligten sich die Verkehrswacht NRW, die „Blue Knights“ (Blauen Ritter) Rhein-Ruhr, der Verkehrsdienst mit Messtechnik und Radarwagen, die Johanniter Ennepe-Ruhr-Hagen und – neu dabei – der Automobilclub Europa (ACE) an der Gemeinschaftsaktion im Dienst der Aufklärung. Die Polizei- Verkehrsunfallpräventions/Opferschutz-Stelle (Witten), die mit den Beamten Sonja Nestmann, Frank Fels und Jörg Reifenschneider vor Ort war, machte zudem den Sichtschutz durch Warnwesten und Gefahren der Gruppendynamik zu ihren zentralen Themen.

Lebensrettende Aufkleber

Aufkleber zum Anbringen am Helm, um Helfern im Notfall die Verschlussmechanik zu erläutern, hatten die Beamten vorrätig. Dass und warum es zwingend notwendig ist, einem verunglückten Motorradfahrer den Helm abzunehmen, demonstrierten die Johanniter eindrucksvoll. „Wichtig ist, den Kopf gut zu stützen wegen der Wirbelsäule“, meinten die Helfer. Schlimm sei, wenn der Helm auf dem Kopf bleibe, da Tod durch Ersticken drohe.

So funktionieren die Messgeräte

Auskunftsfreudig zeigte sich die Radarstelle der Polizei, die mit einem Laser-Messgerät und einem ESO-Messgerät (Einseitensensor) vor Ort war und zum Einhalten der Geschwindigkeit ermahnte. Bereitwillig gaben die Beamten Auskunft, wie das aufwändige ESO-Gerät, das von einer Seite der Straße beide Fahrtrichtungen erfassen kann, funktioniert. Gegenüber dem 30- bis 40-minütigen Aufbau der Messstation ist der Radarwagen mit fest eingebauten Messgeräten in zwei Minuten einsatzbereit.

Erstmals bei der Aktion dabei: der ACE, der sich mit seinem Kernanliegen Verkehrssicherheit vorstellte. Größtenteils mit eigenen Maschinen reisten die „Blue Knights“ – Motorrad fahrende Polizisten und Justizbeamte – zum Aktionstag an. „Wir sind die Guten“, scherzten die „Blauen Ritter“, die ihr Hobby mit der Unterstützung mildtätiger oder gemeinnütziger Einrichtungen verbinden. Das Motorradfahren mit positiven Aspekten zu besetzen, ist Anliegen der Vereinigung.

14 Todesfälle in 2017

Finger weg vom Alkohol am Steuer hieß es zuletzt bei der Verkehrswacht, die Interessierte per Rauschbrille in einen inszenierten „Rausch“ versetzte und über einen Parcours schickte. Kaum jemand schaffte dies bei 0,8 geschweige denn 1,3 Promille ohne Hilfe. Seh- und Reaktionstest gaben zudem beredt Auskunft über die körperliche Verfassung.

Wie wichtig Prävention ist, belegen Zahlen. Allein in NRW verunglückten in diesem Jahr (Stand 3. April) bereits 14 Motorradfahrer tödlich, wie Innenminister Ralf Jäger jüngst bekannt gab.

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