Mutter bittet Autofahrer am Löh um Rücksicht 

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Im Bereich des Schulzentrums soll es immer wieder zu brenzligen Situationen zwischen jungen Fußgängern und Autos kommen, so die Schilderung einer Mutter. An offizieller Stelle liegen noch keine Beschwerden vor.

Schalksmühle - „An alle Eltern...“ so beginnt eine Mutter im sozialen Netzwerk Facebook eine Bitte an Autofahrer, die morgens im Bereich der Primusschule in Richtung „Im Schlah“ unterwegs sind.

„Bitte fahrt langsam und rücksichtsvoll“, so die Frau weiter. Der Grund für diese Aufforderung: Ihre Kinder haben auf der Straße schon einige brenzlige Situationen erleben müssen. Immer wieder würden sich ihr Nachwuchs, aber auch andere junge Verkehrsteilnehmer beschweren, dass sie „manchmal minutenlang auf dem Bürgersteig stehen und nicht rüber zur Schule kommen“. Kein Autofahrer lasse sie rübergehen. Die Fahrzeuge seien auch viel zu schnell unterwegs, so ihre Feststellung. Vor allem morgens zwischen 7.30 und 8 Uhr sei dort sehr viel Verkehr.

Die Mutter hat noch ein zweites Anliegen, dass sie öffentlich formuliert: „Bitte halten sie nicht neben der Schule oder in unserer Straße an der Ecke, um die Kinder aus dem Auto zu lassen oder mittags einzusammeln. Die Kinder können die Straße nicht einsehen und werden auch nicht gesehen. Sie gehen oder rennen los und dann könnte es schon zu spät sein.“ Es müsse doch sicher möglich sein, dass die Kinder, die aus der Straße „Im Schlah“ kommen, sicher zur Schule und nach Hause gehen können. 

Zustimmung findet die Mutter bei anderen Nutzern. „Völlig richtig, was sie da sagen. Mein Sohn hat auch schon mal angemerkt, dass er da ab und zu echt zu warten hat und einmal deswegen sogar den Bus verpasst hat“, kommentiert eine weitere Mutter den Eintrag. 

„Unnötige Gefährdung“ 

Ein User betont die Verantwortungslosigkeit der Eltern, die „ihre Kinder nicht der Gefahr des Fußweges die Straße herunter aussetzen wollen, aber andere Kinder unnötig gefährden.“ Er rät den Angesprochenen, einmal über ihr Verhalten nachzudenken. Die Tatsache, dass es oberhalb der Schule genug Parkplätze gebe, um die Kinder dort herauszulassen, wird erwähnt.

„Wozu haben die Kinder Füße. Unsere lasse ich von dort aus laufen, wenn sie mal nicht mit dem Bus fahren“, sagt eine Nutzerin. Wenig verwundert zeigt sich eine Frau, die die Situation schon länger kennt. „Manche Eltern würden am liebsten ihre Kinder in die Schule fahren. Hat mich früher schon geärgert. Hoffe, dass sich für ihre Kinder etwas ändert“, so ihr Kommentar. 

Bekanntes Problem 

für Eltern Leider sei das ein Problem, was an fast jeder Schule so ist“, sagt eine weitere Frau. Und eine Userin stimmt ihr zu: „An anderen Schulen sieht es nicht besser aus. Und die Situation hier bei uns wird ja oben auf der Straße Löh beim Übergang von der Treppe rüber zur Schule sicher ähnlich aussehen. Also wer sein Kind unbedingt fahren muss, sollte aber doch bitte rücksichtsvoll fahren und halten.“ 

Einen Lösungsansatz schlägt eine Mutter vor: Oben stehe ja schon immer ein Polizist, da wird wenigstens etwas langsamer gefahren. Am Anne-Frank-Gymnasium in Halver habe man früher immer Schülerlotsen gehabt, die die Kinder rübergelassen haben. 

"Blick auf Verkehrsituationen an Schulen"

Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, sagt zu diesen Schilderungen: „Uns liegen für diesen Bereich weder Meldungen des Ordnungsamtes, der Polizei oder von Bürgern vor. Bei einer Häufung von Beschwerden würden wir dort selbstverständlich vorbeischauen. Gerade im Bereich von Schulen haben wir einen Blick auf die Verkehrssituation.“ 

Bei der Verwaltung seien Beschwerden darüber, dass in 30er-Zonen zu schnell gefahren wird, an der Tagesordnung, sagt Winfried Schindler, bei der Gemeinde zuständig für Straßenverkehrsangelegenheiten. „Aber mit 60 oder 70 Kilometer pro Stunde fährt am Löh keiner. Doch man kann nicht ganz ausschließen, dass dort mal ein Idiot lang heizt.“ Durch die Aufpflasterungen auf der Straße sei das aber kaum möglich. Durch die Schweller werde der Verkehr entschärft. „Es ist immer ein persönliches Empfinden, was zu schnell ist und was nicht. Gefahrenpunkte sehe ich in diesem Bereich allerdings nicht.“

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