Genauer Blick auf Schalksmühles Straße - Verkehrsentwicklungsplan soll noch in 2020 fertig werden

Verkehrsentwicklungplan, Straßenverkehr, Schalksmühle
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Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplan: Die Gemeinde möchte einen Überblick über die gegenwärtigen Anforderungen im Straßenverkehr in Schalksmühle erhalten.

Ein langer Weg wurde zurückgelegt, doch nun steuert das Vorhaben, den Verkehrsentwicklungsplan (VEP) der Gemeinde aus dem Jahr 1993 neu aufzustellen, auf sein Ziel zu.

Bereits in 2017 hat der Rat der Gemeinde beschlossen, dass das Schriftstück nicht mehr die gegenwärtigen Anforderungen des Straßenverkehrs in Schalksmühle widerspiegelt. Die Neufassung bedeutete allerdings einen großen Arbeits- und Zeitaufwand.

„Wir befinden uns in der finalen Abstimmung mit dem beauftragten Dortmunder Gutachterbüro Planersocietät. Der Verkehrsentwicklungsplan wird noch in diesem Jahr fertig“, sagt Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zweck der vielen Arbeit ist es, Ziele und Handlungsmöglichkeiten für die zukünftige Entwicklung, den aktuellen Stand und mögliche Entwicklung des Straßenverkehrs in der Gemeinde zusammenfassen, heißt es von offizieller Seite. „Der Plan soll auch als Orientierungshilfe für die Verantwortlichen und auch für die Bürger dienen.“ Er soll dazu führen, dass durch Steuerung, Verlagerung und Verminderung des Verkehrsaufkommens die Lebensqualität und den Umweltschutz in Schalksmühle erhöht werden. Die Verwaltung und das Gutachterbüro rechneten im Vorfeld mit einer Bearbeitungszeit von rund 15 Monaten. In dieser Zeit saßen die Verantwortlichen allerdings nicht nur am Schreibtisch. Ein großes Augenmerk lag darauf, Kritiken, Anregungen und Visionen der Bürger für die Entwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes eingeholt. So war man mit einem Infostand beim Autofreien Volmetal vertreten.

Der Plan soll auch als Orientierungshilfe für die Verantwortlichen und auch für die Bürger dienen.

Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes Schalksmühle

Dort hatte man es geschafft, eine große Menge an Eingaben der Bürger zu den Bereichen Fußverkehr und Straßenraumgestaltung, Radverkehr, fließender und ruhender Kfz-Verkehr, öffentlicher Nahverkehr und Multimodalität aufzunehmen. Unter dem Punkt Fußverkehr und Straßenraumgestaltung wurde etwa gewünscht, dass unter anderem dem Fußgänger mehr Beachtung geschenkt und Gehwege ausgebaut werden. Auch soll der Kfz-Verkehr nicht mehr bevorzugt werden. Die Anzahl der Parkplätze soll reduziert und mehr Aufenthaltsqualität für Fußgänger geschaffen werden.

Hoffen auf Volmeradweg

Beim Radverkehr hieß es, dass er verbessert und gestärkt wird. Der Volmeradweg soll fertiggestellt und für die Freizeit als auch für den Weg zur Arbeit nutzbar werden. Zudem soll es weitere durchgehende Radwegverbindungen geben, etwa vom Lüdenscheider Norden über Heedfeld nach Schalksmühle.

Auch bei einer Bürgerinformationsveranstaltung im Forum der Grundschule Spormecke unter dem Motto „Mobilität neu denken“ konnten die Bürger ihre Ideen einbringen. Dabei stellten die Verantwortlichen heraus, dass die Mobilitäts-/Verkehrswende in aller Munde sei und die Entscheidungsträger bereit seien, zu handeln. Intensiv diskutierten die Planer mit den Bürgern im Anschluss an drei Thementischen über Alltagsmobilität, Weiterentwicklung des Zentrums als Einkaufs- und Verweilraum und Radverkehr. Dabei gab es viele interessante Beiträge der Teilnehmer, unter anderem Anregungen wie Car-Sharing, Verbesserung der Taktung im ÖPNV, Umbau von Knotenpunkten zu Kreisverkehren, eine Seilbahn und viele mehr.

Vorgesehen ist, dass der Verkehrsentwicklungsplan im vierten Quartal 2020 vom Gemeinderat beschlossen werden soll. Das Gremium findet sich das nächste Mal am 28. Oktober zusammen.

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