Verkehrsberuhigung in Winkeln: UWG und Anwohner finden einvernehmliche Lösung

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Einengungen wie Pflanzkübel soll es an der Ortseinfahrt Winkeln nicht geben. Stattdessen wünschen sich die Anwohner Hinweisschilder auf die Tempo-30-Zone, Markierungen auf der Fahrbahn und Geschwindigkeitsanzeigen.

Schalksmühle - Pflanzkübel zur Verkehrsberuhigung in Winkeln sind vom Tisch. Auch Schwellen und anderweitige Einengungen der Straße soll es nicht geben.

Rein optisch, durch Markierungen auf der Straße und Hinweisschilder, sollen Autofahrer in der Ortschaft künftig zum Einhalten des vorgeschriebenen Tempos 30 angehalten werden – nicht allein am Ortseingang, sondern im gesamten Dorf. 

Beim Bürgergespräch der UWG im Feuerwehrgerätehaus in Winkeln, bei dem umstrittene Vorschläge der Wählergemeinschaft zur Verkehrsberuhigung (wir berichteten) im Mittelpunkt standen, fanden Anwohner und Fraktionsvertreter am Donnerstagabend eine einvernehmliche Lösung, die nun in den zuständigen politischen Gremien thematisiert werden muss. 

Mit rund 50 Teilnehmern war das Interesse an dem Bürgergespräch, zu dem Klaus Nelius (Fraktionsvorsitzender der UWG) die Anwohner willkommen hieß, sehr groß. Neben dem Thema Verkehrsberuhigung, das vielen unter den Nägeln brannte und im Vorfeld für kontroverse Diskussionen gesorgt hatte, standen Themen wie Windkraft, interkommunales Gewerbegebiet und das hohe Verkehrsaufkommen in Rölvede bei Staus auf der Autobahn auf der Tagesordnung.

„Die Verkehrsberuhigung beunruhigt viele“, eröffnete Klaus Nelius die Diskussion. „Die einen sehen gar nicht ein, wieso. Die anderen sagen: Unbedingt!“ In einem reinen Wohngebiet wie Winkeln habe Tempo 30 ähnlich wie an Schulen und Kindergärten durchaus Berechtigung, erklärte Nelius. „Wenn man Menschen dazu bringen will, ein Signal zu beachten, dann muss man optische Eindrücke schaffen.“ 

Die vorgeschlagenen seitlichen Begrenzungen, um Autofahrer zum Reduzieren der Geschwindigkeit zu bewegen, seien jedoch offenbar auf Unwillen gestoßen. „Wenn die Dorfgemeinschaft der Meinung ist, es muss nicht gemacht werden, dann wird auch nichts gemacht. Nichts ist in Stein gemeißelt.“ 

Die UWG-Vertreter beim Bürgergespräch in Winkeln: (von links) Bernd Müller, Erhard Fischer, Ortwin Schmidt, Klaus Nelius und André Trimpop.

Sachlich und konstruktiv geriet die anschließende Diskussion, bei der sich die Anwohner gegen jedwede Einengungen, wohl aber für wiederholte Tempo-30-Markierungen im gesamten Dorf und zudem Hinweisschilder beziehungsweise Geschwindigkeitsanzeigen als Erinnerung, langsam zu fahren, aussprachen.

Der Vorschlag soll nun direkt an die Verwaltung weitergeleitet werden, damit eine zeitnahe Umsetzung erfolgen kann, versprach Ortwin Schmidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der UWG. Ortsbesichtigung in Rölvede Vereinbart wurde zudem eine Ortsbesichtigung in Rölvede. Schlechter Straßenzustand und hohes Verkehrsaufkommen durch Fahrzeuge, die die Straße als Umleitung nutzen, wenn Stau auf der Autobahn ist, beklagten die Anwohner. 

Beim Thema Windkraft sprach Nelius von einer Beruhigung. Laut schwarz-gelbem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung brauche man sich vor Ort keine Sorgen mehr zu machen. „Das Thema ist für Schalksmühle durch.“ Die Tendenz gehe dahin, vorhandene Windparks zu vergrößern. Nichts Konkretes konnte die UWG zum geplanten interkommunalen Gewerbegebiet sagen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit anderen Kommunen“, bestätigte Bernd Müller, Vorsitzender der UWG. Näheres war jedoch nicht zu erfahren. Ein dickes Dankeschön ging an die Feuerwehr für die Bereitstellung des Versammlungsraums.

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