„In alle Richtungen offen“ - Interessenten für Christuskirche gesucht

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Für die Christuskirche in Dahlerbrück werden geeignete Interessenten gesucht.

Schalksmühle - Beim Neujahrsempfang der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück sprach Pfarrer Torsten Beckmann gleich zwei Neuigkeiten an. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft der Christuskirche in Dahlerbrück.

Für die Christuskirche nebst Gemeindezentrum in Dahlerbrück wurde noch kein Interessent gefunden – anders als bei der Kreuzkirche am Mathagen. Das verkündet Pfarrrer Torsten Beckmann. Bekanntlich hat sich das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück schon vor längerer Zeit dazu durchgerungen, das Gemeindeleben in der Erlöserkirche im Ortskern zu konzentrieren. „Wir sind auf der Suche nach Interessenten oder Investoren und sind dabei in alle Richtungen offen“, erklärt Torsten Beckmann, der bis hin zu einem Verkauf und einer Entwidmung alle Optionen in Betracht zieht. Man wünsche sich aber eine vernünftige Lösung wie am Mathagen, wo mit der Gemeinde Schalksmühle ein ernsthafter Interessent für den gesamten Gebäudekomplex zur Verfügung steht. Die Kreuzkirche soll als „dritter Ort“ genutzt werden und als Kultur- und Bildungszentrum dienen. 

Nur zu besonderen Anlässen genutzt

Das Gebäude wird nicht mehr intensiv genutzt.

Der Pfarrer hält es für unrealistisch, dass es einen zweiten Ort der Begegnung in diesem Umfang – auch das Gemeindezentrum in Dahlerbrück werden abgestoßen – wird. „Die Frage ist, wie man die Christuskirche überhaupt umbauen kann.“ Insgesamt stellen die beiden Immobilien große Herausforderungen für die Gemeinde dar. Genutzt wird der Kirchenkomplex in Dahlerbrück schon länger nicht mehr so intensiv, wie es früher einmal war, sagt Torsten Beckmann. Nur noch zu besonderen Anlässen – etwa zu Heiligabend, Gründonnerstag, an Ostern oder zu Beerdigungsfeiern – finden dort Gottesdienste oder Andachten statt. Das Gemeindezentrum wird derzeit noch vom Posaunenchor und zwei externen Gruppen als Probenraum genutzt. Andere Gemeindegruppen finden sich dort nicht mehr so häufig ein, sagt Beckmann. 

Auch aus personeller Hinsicht gab es beim Neujahrsempfang etwas Neues zu berichten. So sei die Stelle des Jugendreferenten, die bereits seit Jahren vakant ist, besetzt. Voraussichtlich zum 1. September kann der neue Mitarbeiter mit der Arbeit beginnen. Er werde zwar eine 100-prozentige Anstellung erhalten, seine Tätigkeit aber zu gleichen Teilen auf die Evangelischen Kirchengemeinden Schalksmühle-Dahlerbrück und Hülscheid-Heedfeld aufteilen. 

Stelle zunächst auf zwei Jahre befristet

„Der neue Mitarbeiter wird Projekte für beide Standorte aufziehen, aber auch jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen.“ Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, die bereits bestehende Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen und die involvierten Mitarbeiter begleiten, schulen und fördern, sagt Beckmann. Zudem werde er als Bindeglied zwischen dem pastoralen und freiwilligen Wirken an beiden Standorten fungieren, indem er die Konfirmandenarbeit, die Jugendgottesdienste und die Freizeiten mitgestalte. „Der Jugendreferent soll für Impulse sorgen, um neue Jugendliche zu gewinnen. Er wird auch Freiraum für neue Ideen bekommen“, sagt Pfarrer Torsten Beckmann. Die Stelle sei zunächst auf zwei Jahre befristet. Doch bei guter Arbeit bestehe die Option auf Verlängerung, sagt der Pfarrer.

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