Vergnügliche Stunden beim Königsball

Ralf und Birgit Meier-Böke eröffneten den Tanz beim Königsball der Hülscheider Schützen.

SCHALKSMÜHLE – „Ich wollte einfach nur einen ruhigen Abend mit Euch verbringen, aber meine Frau war dagegen“, berichtete Ralf Meier-Böke, der König der Hülscheider Schützen. Seine Birgit hatte vorgeschlagen, „irgendetwas Besonderes“ zu machen beim Königsball in der Festhalle Spormecke. Also haben die beiden Hoheiten eine Tombola vorbereitet. „Der Erlös kommt dem Spielmannszug und der Jugend zugute“, verriet Meier-Böke.

Nicht nur das Jungschützen-Königspaar Laura Schröder und Timo Gajewski hörten es gerne. Als Ralf Meier-Böke zum Abschluss seiner kleinen Begrüßungsrede den Gästen des Königsballs allerdings eine „Begeisterungswelle der Stimmung und nicht nur eine Westerwelle“ wünschte, murmelten einige an den Tischen, dass eine derartig politische Äußerung dem Anlass nicht angemessen sei.

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Hülscheider Schützen

Bürgermeister Jörg Schönenberg, selbst Mitglied bei den „Hülscheider Schützen seit 1635“, hielt sich dann auch konsequent bei seinem Grußwort mit politischen Aussagen zurück. Er wünschte sich und allen anderen Anwesenden lediglich „viele vergnügliche Stunden in der Festhalle“.

Der 1. Vorsitzende der Hülscheider Schützen, Holger Rutenbeck, empfand eine ganz besondere Freude: Er verlieh den Treueverdienstorden in Silber an Thomas Altmann.

Rutenbeck betonte, dass die Ehre, diesen Orden zu empfangen, hauptsächlich den Vereinsmitgliedern zuteil wird, die sich in hohem Maße im Vorstand der Schützen engagiert haben. Altmann sei eine der wenigen Ausnahmen, die diese Regel bestätigten.

„Der heute zu Ehrende war zwar auch mal im Kompanievorstand als stellvertretender Kompaniegeschäftsführer tätig“, erläuterte Vereinsvorsitzender Rutenbeck, „seine treuen Dienste hat er aber schon seit Jahren außerhalb des Vorstandes für unseren Verein geleistet.“

Altmanns Rat und Meinung sei stets „lieb und teuer“. Er sei immer „hilfsbereit und ansprechbar“. „Auf ihn kann man immer bauen“, lobte Rutenbeck den Ordensempfänger.

1970 trat Altmann dem Verein bei. 2002 wurde er Schützenkönig – und seine Anette Schützenkönigin. „Den meisten ist er auch sehr gut bekannt als Strafverteidiger in unserem Biergericht, auch wenn seine Plädoyers leider selten zur Strafminderung der Delinquenten führen“, erklärte Rutenbeck mit einem schelmischen Lächeln.

Nicht zuletzt sei Altmann zuständig für die Planung und Organisation des Dorfabends auf dem Schützenfest, „durch dessen Programm er uns auf unübertroffene Weise führt“.

Dann waren es genug der Worte: Bis in den frühen Morgen hinein feierten die Schützen zu den Schlagerklängen der Lüdenscheider Band „Let‘s Dance“, der mit Frank Hohnbaum ein Mitglied der Hülscheider Schützen angehört. Ob Andrea Berg („Du hast mich tausendmal belogen“), Andreas Martin („Ich fang‘ Dir den Mond“) oder „Komm‘, wir fahren nach Amsterdam“ von Cora – die Schützenbrüder und -schwestern tanzten ausgelassen.

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