Verbundschule könnte 5000 Euro sparen

Die Projektgruppe „Save Energy“ maß, berechnete und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis.

SCHALKSMÜHLE ▪ Energie und Geld sparen, dazu noch eine bessere Ausleuchtung – würden die Vorschläge umgesetzt, die das Team von „Save Energy“ aus der neunten Klasse der Verbundschule gestern dem Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt vorlegte, dann könnte man gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Das findet jedenfalls Energieberater Martin Halbrügge aus Halver, der das Projekt zusammen mit den Schülern Cem Akbaba, Gabriel Dulian, Niklas Kämper, Philip Paplinski und Emre Sen durchführte.

Die fünf Schüler engagierten sich im Wahlpflichtfach Technik und kümmerten sich dabei einerseits um die Ausleuchtung der Klassenräume, andererseits um Einsparmöglichkeiten bei energiesparenden Lampen.

Martin Halbrügge erklärt: „Die Schüler sind mit Lux-Metern durch die Klassenräume gegangen und haben die Lichtprofile gemessen.“ Dabei ist dann Erstaunliches herausgekommen: „Die Unterschiede zwischen sehr hell und ziemlich dunkel sind ungewöhnlich groß“, berichtet Halbrügge, der in Halver sein Büro betreibt.

Zwar beschreibt Halbrügge die Differenz nur als „kleineren Mangel“, optimal sei dies aber keineswegs. Eine gleichmäßige Ausleuchtung der Klassenräume sei wünschenswert. Im Bereich der Lampen werden Werte von über 500 Lux erreicht, zwischen den Leuchtstoffröhren fällt dieser Wert auf etwa 160 Lux. Ersetzt man zwei alte Leuchtstoffröhren durch jeweils eine effizientere und rückt die Oberlichtreihen aneinander, steigt die Lichtstärke im Zwischenraum auf etwa 439 Lux. Der Klassenraum wäre somit deutlich gleichmäßiger beleuchtet und für die Schüler angenehmer.

Und diese Umrüstung auf eine effizientere Beleuchtung in den 23 Klassen der Verbundschule hätte zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass die Energiekosten deutlich sänken. Auch das haben Cem, Gabriel, Niklas, Philip und Emre bei dem Projekt berechnet. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch sänke von 45 080 Kilowattstunden auf 17 710 Kilowattstunden. Die Schule könnte somit jährlich 4927 Euro an Stromkosten sparen. Das sind 61 Prozent weniger als bisher.

Zunächst empfiehlt die „Save Energy“-Gruppe allerdings, als Pilotprojekt erstmal nur zwei Klassen umzurüsten. Die Kosten hierfür betrügen zirka 5000 Euro. Eingespart würden jährlich etwa 500 Euro – nur in diesen beiden Klassenräumen.

Was geschieht nun mit den Ergebnissen von „Save Energy“? „Da ist nun die Politik gefragt“, sagt Martin Halbrügge. Wichtig sei es für ihn, wenn die Schüler merkten, dass sie mit ihrer erfolgreichen Arbeit an dem ganzen Prozess beteiligt sind. Der erste Schritt in die Politik war die gestrige Präsentation vor dem Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt. ▪ pgö

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