Verbundschule kann auf starken Rückhalt zählen

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Aktiv im Netzwerk Unternehmen-Verbundschule sind (v.l.): Bernd Jannack (Mayweg), Jan Schriever (Schriever Schrauben), Uwe Crépon (Lumberg), Daniela Schröder (Verbundschule), Till Fastabend (Spelsberg), Bürgermeister Jörg Schönenberg, Axel Schnöring(Schnöring) und Thorsten Krampe (Raumausstatter Krampe).

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein bisschen war es wie in der Schule: „Die Jungs“ meldeten sich brav und die Lehrerin sollte sie drannehmen. „Die Jungs“ waren allerdings gestandene Firmen-, Verwaltungs- und Personalchefs, die Lehrerin war Verbundschulleiterin Daniela Schröder.

Die wollte „die Jungs“ gar nicht drannehmen, sondern mit den Vertretern von Schnöring, Mayweg, Krampe, der Gemeindeverwaltung, Lumberg, Schriever und dem Gastgeber Spelsberg ins Gespräch kommen. Das Thema: Die Verbundschule, eine kritische Positionierung nach dem Start, vor allem aber die Perspektiven des neuen und einzigen Angebots einer weiterführenden Schule in Schalksmühle.

Die erfreulichste Mitteilung machte Jan Schriever: 26 Industrieunternehmen, Handwerker und Dienstleister stehen zur Verbundschule und deren Absolventen: Nach neun Betrieben, die auf Initiative des Schalksmühler Rutenbeck-Chefs und SIHK-Präsidenten Harald Rutenbeck dem ersten Absolventenjahrgang eine Ausbildungsplatzgarantie gaben, haben sich nun 26 Betriebe entschlossen, den Absolventen des zweiten Jahrgangs die gleiche Chance zu bieten.

Auf Grundlage der Informationen entwickelte sich ein reger Dialog, in dem deutlich wurde, dass die Unternehmen großes Interesse daran haben, junge Schalksmühler für den Schulbesuch und eine Ausbildung in der Volmegemeinde zu gewinnen. Till Fastabend (Spelsberg): „Die jungen Leute dürfen uns nicht durch Schulflucht verloren gehen“.

Bürgermeister Schönenberg und Daniela Schröder zeigten sich erfreut, dass die Verbundschule mit den Standorten Löh und Friedhofstraße starken Rückhalt in der Bürgerschaft und bei den Unternehmen hat. Axel Schnörings Unternehmen hat ganz frisch in dieser Woche einen Kooperationsvertrag mit der Verbundschule geschlossen. Er regte an, in der schon jetzt sehr ausgeprägten Berufsvorbereitung mehr Gewicht auf technische Berufe zu legen, denn noch immer bevorzugten die Schulabgänger kaufmännische Ausbildungen.

Defizite, die nicht im schulischen Bereich zu suchen sind, sprachen Bernd Jannack (Mayweg) und Axel Schnöring an. Dabei geht es zum Beispiel um Höflichkeits- und Benimmregeln. Auch das habe die Verbundschule als künftiges Tätigkeitsfeld erkannt, sagte Schröder. Sie hofft, mit ihrer Idee eines Benimm-Trainings und andere Vorhaben ebensolchen Rückhalt beim Kollegium zufinden wie das bisher der Fall war. ▪ bomi

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