Neue Friedhofssatzung in Schalksmühle verbietet Pestizide

Friedhof Wippekühl: Veränderungen stehen an

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Für den Friedhof Wippekühl gelten nun neue Regelungen. Der Gemeinderat hat einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Schalksmühle - Seit längerer Zeit beschäftigt sich die Politik mit den Themen „Friedhofskonzept“ und „neue Friedhofssatzung“. Jetzt gibt es Neuigkeiten.

Nach dem der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt sowie der Hauptausschuss bereits darüber beraten hatten, hat nun der Gemeinderat einen einstimmigen positiven Beschluss gefasst. 

So sollen in den kommenden Monaten unter anderem eine halbkreisförmige Urnenstelenanlage, eine Terrasse mit Kindergräbern sowie Sternchengrab, eine Gehölzkulisse zur Wohnbebauung, Urnenhochgräber in vorhandener Mauerterrasse, ein Pfad der Erinnerung, Urnenerdgräber unter Bäumen und gärtnergepflegte Urnengräber am Pfad entstehen. 

Einsatz von Pestiziden verboten

In der Friedhofsatzung wurden aufgrund neu hinzukommender Bestattungsformen und veränderter rechtlicher Regelungen (EU und Bund) Änderungen vorgenommen. So ist es nun auf dem Friedhof Wippekühl nicht gestattet, chemische Pflanzenschutz- und Unkrautvertilgungsmittel zu verwenden. 

In diesem Zusammenhang wurde bereits im Vorfeld diskutiert, ob ein Pestizideinsatz als Ordnungswidrigkeit zu ahnden sei. Beschlossen wurde, dass man eine entsprechende Regelung noch nicht vorsieht und diesen Punkt im Rahmen einer Fortschreibung in 2020 nach vorheriger Prüfung – auch im Zusammenhang mit einer „Pestizidfreien Kommune“ – erneut aufgreift. 

Keine muslimischen Bestattungen

Wegen der besonderen Vorschrift für muslimische Bestattungen (unter anderem 99 Jahre Ruhefrist, jungfräuliche Erde und Himmelsrichtung) hat sich die Politik dazu entschlossen, diese Bestattungsformen erst einmal nicht per Satzung anzubieten. Die Begründung: Es müssen erst entsprechende Flächen, die für ein solches Begräbnis in Fragen kommen, ausgemacht werden. 

Bis dies geschehen ist, soll es keine eindeutige Regelung dazu geben. Man stellte aber klar, dass dieses Vorhaben keine Einschränkung der Religionsfreiheit darstelle. Man betonte aber ausdrücklich, dass es das Ziel sei, solche Flächen zukünftig zur Verfügung zu stellen. In Paragraf 23 Abs. 2a wurde geregelt, dass bei der Anbringung eines QR-Codes an einem Grab die Gemeinde nicht für den Inhalt dahinter verantwortlich ist. Der Angehörige muss diesen bei Antragsstellung komplett angeben.

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