Kita ist großes Thema in Schalksmühle

Bewegung in der Kita-Landschaft: Eine gute und schlechte Nachricht

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Die Kita in Dahlerbrück: Neben der Aufwertung der Fassade könnte auch ein Anbau im Spielhof errichtet werden.

Dahlerbrück/Schalksmühle - Es bewegt sich etwas in der Kita-Landschaft in Schalksmühle. Nachdem der Märkische Kreis mehr Betreuungsplätze forderte, hat die Gemeindeverwaltung mit der Erweiterung der Kita Villa Kunterbunt in Dahlerbrück und dem möglichen Bau einer neuen Einrichtung am Löh gleich zwei Projekte angestoßen.

Ein Ziel der Verantwortlichen ist es, die Villa Kunterbunt an der Straße Im Dahl, die bislang 32 Kinder aufnehmen kann, auf 45 Plätze zu erweitern. Damit sollen alle Auflagen erfüllt und auch mehr U3-Plätze geschaffen werden. Davon gibt es derzeit sechs – neun sollen es werden. 

In einer gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Kinder, Jugend und Schule sowie Bauen und Planen am Montag stellte das Dahlerbrücker Büro Bramey Partner Architekten ihre Vorschläge für die Erweiterung vor.

Ist-Zustand der Kita Dahlerbrück 

Das Gebäude wurde im Jahr 1953 errichtet, entsprechend seien auch die Physik und Ausstattung, so die Planer. In der Vergangenheit seien auch keine Veränderungen, etwa bei der Wärmedämmung, vorgenommen worden und der Bau deshalb nicht mit heutigen Standards vergleichbar. 

Die Kita Villa Kunterbunt soll erweitert werden.

Der Komplex weise eine Hanglange und durch den Bachlauf unterschiedliche Untergrundverhältnisse auf. Zudem sei die Kita von außen nur schwer erkennbar. 

Entwurf des Büros Bramey 

An der Fassade soll es, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, bunt werden. Zudem, so schlagen es die Planer vor, soll ein kita-typisches Logo angebracht werden. Entgegen einer früheren Planung reiche es außerdem nicht aus, nur die vorhandene Hausmeister-Wohnung in die Einrichtung zu integrieren. Deshalb sieht der Entwurf auch einen Anbau zur Spielhof-Seite vor, in dem ein Bewegungsraum eingerichtet werden soll. 

Die Waldgruppe, in der sowohl U3-, als auch Ü3- und Inklusions-Kinder betreut werden, soll einen rund 63 Quadratmeter großen Raum im Erdgeschoss bekommen. Die Wiesengruppe für Ü3-Kinder soll im Untergeschoss auf rund 45 Quadratmetern beheimatet werden. Dort sollen aufgrund der Hanglage Fenster eingebaut werden, um mehr Licht zu schaffen. Auch an die fehlenden Personal- und Sanitärräume haben die Planer gedacht. 

Die Architekten haben unter ihrem Entwurf auch eine Kostenrechnung angefügt. Insgesamt, eingerechnet sind dabei unter anderem Gerüstarbeiten, Erdarbeiten, Putz und Fliesen sowie Tischler- und Metallarbeiten, belaufen sich die Kosten für die Erweiterung auf 927 400 Euro. 

Fast eine Million Euro

Dabei haben die Planer auch zehn Prozent für sogenannte Unabwägbarkeiten berücksichtigt. So wurde etwa im Keller Feuchtigkeit festgestellt. Weitere Kostenpunkte seien aber durchaus möglich, obwohl man nicht davon ausgehe, dass eine Schadstoffbelastung vorliege. Für das kommende Haushaltsjahr stelle die Gemeinde rund eine Millionen Euro für den Ausbau der Villa Kunterbunt ab, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg. 

Förderung ist möglich

Wenn alles gut läuft, dann könne man auch eine Förderung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Höhe von 300 000 Euro einplanen. Als nächsten Schritt müsse man sich nun weiter mit dem Märkischen Kreis abstimmen. Im Allgemeinen fand der vorgestellte Entwurf Zustimmung bei den anwesenden Politikern beider Gremien, die zum Abschluss für die Weiterverfolgung dieser Planung stimmten. 

Neue Kita unterhalb des Schulzentrums 

Auch am Löh soll es, so die Pläne des Architekturbüros Eicker aus Halver, Bewegung geben. Der ursprünglich angedachte Standort für eine neue dreigruppige Kita, an den Parkplätzen an der Straße Im Schlah, wurde überdacht. Nun setzt man etwas weiter südlich an. 

Der neue Standort der Kita unterhalb der Primusschule bringt einige Vorteile. Doch die angedachte Zuwegung von der Straße Löh zu der Einrichtung stößt auf Kritik.

Die Vorteile: Dort seien weniger Erdarbeiten zu machen, da das Gelände flacher sei. Zudem sei die anliegende Straße zum Wohngebiet verkehrstechnisch schwierig. In früheren Sitzungen kam die Befürchtung auf, dass in den Morgen- und Nachmittagsstunden der Zuweg über die Straße Im Schlah durch sogenannte Elterntaxis verstopft und für die Fußgänger eine unnötige Gefahr entstehen würde. 

Über diese Treppe sollen die Eltern vom Parkplatz an der Sporthalle zum Haupteingang gelangen.

Der neue Plan sieht für das jetzt aus Kostengründen eingeschossige Gebäude in Modulbauweise einen einspurigen Zuweg von der Straße Löh hinter der Primusschule vor. Gegen dieses Konzept äußerte Schulleiterin Astrid Bangert aber Bedenken (" siehe oben rechts). Das Kita-Gelände soll mittels einer Treppe mit dem Schul-Areal verbunden werden. Insgesamt sind 15 Parkplätze (sechs davon für das Personal) vorgesehen.

In Modulbauweise könnte die neue Kindertagesstätte entstehen. Die Fotos zeigen Referenzen, die an die Gestaltung der Primusschule erinnern.

3 Millionen Euro für neue Kita

Entstehen soll eine Einrichtung mit rund 630 und ein Außenbereich mit rund 1000 Quadratmetern Fläche. Damit liege man über der vom LWL geforderten Größe. Die Kosten für die neue Einrichtung Die Planer gehen, inklusive Gebäude, Straßenbau und Erdarbeiten, von Kosten von 3 Millionen Euro aus. 

Die Gemeinde möchte 3,2 Millionen Euro im Haushalt bereitstellen und diese als Vermieter über den zukünftigen Träger später refinanzieren. Die Politik stimmte für das Fortsetzen der Planung auf Grundlage des vorgestellten Entwurfes.

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