Gelstern Lüdenscheid-Schalksmühle

Vandalismus auf dem Golfplatz

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Auf etwa 10,000 Euro schätzt Geschäftsführer Klaus Kückelhaus den Schaden.

Schalksmühle - Einen Schaden in Höhe von rund 10.000 Euro richteten Unbekannte in der Nacht zum Samstag auf dem Gelände des Golfclubs Gelstern Lüdenscheid-Schalksmühle an. Wie das Management des Clubs am Samstagmorgen feststellte, waren der oder die Täter mit einem Fahrzeug über zwei Greens gefahren.

Eine dieser Rasenflächen wurde dabei weitgehend zerstört. Bei dem Fahrzeug handelt es sich vermutlich um einen Traktor. Auf einem Green – dem Zielbereich rund um das Loch – wühlten die Reifen den Boden zwischen zehn und 20 Zentimeter tief auf. Auf einer zweiten Fläche hinterließen sie lediglich Spuren. Doch schon diese stellten für den Golfclub ein Problem dar, erklärte Clubpräsident Harald Mähler im Gespräch mit unserer Zeitung: „Auf der Fläche kann nicht gespielt werden, weil der Ball sofort verspringt.“

Der Rasen der Greens sei besonders pflegeintensiv: „Das Gras wird jeden Tag auf vier Millimeter gemäht, damit der Ball gleichmäßig rollt.“ Daher sei es auch sehr teuer, die zerstörte Fläche von 60 bis 80 Quadratmetern zu ersetzen. Kosten von etwa 10 000 Euro kämen insgesamt auf den Golfclub zu, schätzte Klaus Kückelhaus, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Außerdem treffe der Vandalismus den GC Gelstern an seiner empfindlichsten Stelle, ergänzte Harald Mähler: „Die Qualität eines Golfplatzes wird an den Greens gemessen.“

Neben den beschädigten Rasenflächen muss der Club auch zwei Informationstafeln an Abschlagspunkten ersetzen. Eines dieser Schilder fehlt ganz, ein weiteres zerbrachen die Täter und rissen es aus seiner Halterung. Neben den Glasscherben der kaputten Tafel lagen auch Scherben, die von einem Fahrzeugscheinwerfer stammen könnten, berichtete Harald Mähler.

Der Golfclub hofft daher, dass diese ein Anhaltspunkt zur Ergreifung der Täter sein können. „Wer kann Hinweise zu den Geschehnissen in der Nacht von Freitag auf Samstag machen? Wer kennt einen landwirtschaftlichen Schlepper, der seit der Tatnacht beschädigt ist oder irgendwo in Reparatur gegeben wurde?“, bittet der GC Gelstern auf seiner Facebook-Seite mögliche Zeugen um Hilfe.

Auch auf einer benachbarten Baustelle sei ein Schaden entstanden, sagte Mähler. Dort sei eine Hebebühne entwendet worden und später in einem benachbarten Waldstück wieder aufgetaucht. Bisher liegen jedoch keine Informationen darüber vor, ob es sich um dieselben Täter handeln könnte. Der Unternehmer, dem die betroffene Maschine gehört, war bisher nicht zu erreichen. - Constanze Raidt

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