Riesenbärenklau: "Der Bestand ist explodiert"

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Manfred Trimpop von der UWG möchte, dass mehr Menschen die Verantwortung für die Bekämpfung des sogenannten kaukasischen Riesenbärenklaus übernehmen.

Schalksmühle - Das Thema ist nicht neu, doch für den UWG-Ratsherren Manfred Trimpop ist es an der Zeit, dass mehr Menschen sich um das Problem kümmern. Die Rede ist von der Ausbreitung des sogenannten kaukasischen Riesenbärenklaus. In diesem Jahr sei der Bestand quasi explodiert. Und im kommenden Jahr könne es noch schlimmer werden.

In Hagen-Dahl, in den 1960er-Jahren, nahm die Geschichte ihren Anfang, erklärt der Lokalpolitiker. Irgendwer habe dort damals eine Pflanze aus dem Kaukasus „exportiert“. Ab da habe sich das Gewächs im gesamten Volmetal ausgebreitet. 

„Schon mein Vater, Fritz Trimpop, hat die Pflanze bekämpft“, erinnert sich der Sohn. Somit nahm die internationale Verschleppung der eigentlich hier nicht heimischen Pflanze ihren Lauf. Ähnliche Beispiele seien das Japan-Gras oder der amerikanische Flusskrebs, die teilweise die angestammte Tier- und Pflanzenwelt bedrohen.

Zeitfenster wird kleiner

Eigentlich sei die Zeit, das riesige Gewächs zu vernichten, vorbei. Vor vier Wochen hätte man, etwa an der Volmestraße, kurz vor dem Firmengelände des Unternehmens Albrecht Jung, die Pflanzen entfernen müssen. Schließlich würden sie, so Manfred Trimpop, bald ihre Samen abwerfen. Das Zeitfenster werde kleiner. „Der Bestand könnte sich im kommenden Jahr möglicherweise verdoppeln“, befürchtet das Ratsmitglied. 

Welche Folgen das haben kann, sehe man in Hagen-Dahl. Dort erstrecke sich durch das Tal, entlang einer Gasleitung, eine große „Plantage“ mit Bärenklau. Die Gemeinde versuche bereits seit Längerem, Herr der Lage zu werden. „Die Mitarbeiter schneiden an Straßen das Gewächs weg. Zudem muss man es an der Wurzel bekämpfen.“

Gemeinde ist aktiv

So beseitigen der Bauhof oder eine beauftragte Firma regelmäßig den Bärenklau, der an der Kindertagesstätte und Familienzentrum Wansbeckplatz in die Höhe schießt, sagt die Einrichtungsleiterin Ulrike Hesse auf Anfrage unserer Zeitung. Doch auch weiter von der Fahrbahn weg, in den Überschwemmungsgebieten, müsse etwas getan werden, meint Manfred Trimpop. 

„Die Samen verbreiten sich über die Volme oder durch Autoreifen, in deren Profil sie sich festklemmen, im gesamten Tal.“ Verantwortlich für die Beseitigung der Pflanzen sollten nach Meinung des Ratspolitikers nicht nur die Gemeinde und Anwohner seien. „Alle Kommunen an der Volme, von Meinerzhagen über Schalksmühle bis Hagen müssen sich mit dem Thema beschäftigen. Auch Energieversorger, die Kreisverwaltung und Straßenbetriebe müssen mitwirken.“

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