Konzert

Unvergesslische Rocknacht im Bauernhaus Wippekühl

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„Jenny & The Steady Go’s“ rocken das Bauernhaus Wippekühl.

Schalksmühle - Es war ein Abend, den die Besucher des Bauernhauses Wippekühl wohl so schnell nicht vergessen werden, denn die Band „Jenny & The Steady Go’s“ versetzte ihr Publikum in einem wahren Rock ‘n’ Roll-Rausch im Stile der 50er und 60er Jahre.

Orkanstärke, mit unbändiger Spielfreude, Power und Energie, versetzte die Band „Jenny & The Steady Go’s“ am Freitag im Bauernhaus Wippekühl in die 50er Jahre zurück. 

Vor restlos ausverkauftem Haus fing die Band um Sängerin Jenny Thrill das Lebensgefühl der wilden, ungestümen Rock’n’Roll-Ära ein, in der sich die Jugend gegen bürgerliche Zwänge auflehnte und die Musik immer lauter und rebellischer den Ton angab. 

Zum Reden blieb bei der Urgewalt, mit der die Band lospowerte, nicht viel Zeit. Statt zu plaudern, reihten Jimmy Tourette (Gitarre und Gesang), Marty Smarty (Piano), Teddy Lewis (Schlagzeug), Johnny Tornado (Kontrabass) und Danny Dapper (Tenorsaxophon), die Jenny Thrill bei ihrer energiegeladenen Zeitreise begleiteten, lieber Hit and Hit – und ließen weder sich selbst noch das tanzende, wippende und feiernde Publikum zu Atem kommen. Denkbar knapp fielen die kurzen Moderationen, mit denen die charmante Sängerin die Songs ankündigte, aus. 

Die Zuschauer hielten sich nicht zurück und präsentierten ihre Tanzkünste.

Besonders schön am Freitag: Nicht nur Jenny Thrill und ihr Gitarrist Jimmy Tourette trugen 50er Jahre-Look, sondern auch Besucher erschienen vereinzelt im Rock’n’Roll-Outfit – die Frauen mit weit ausgestellten Tellerröcken und darunter hervorblitzenden Petticoats, die Männer im legeren Rockabilly-Look. 

Wem es im Bauernhaus zu eng zum Tanzen war, wirbelte einfach draußen herum. Musikalisch war die Band aus Krefeld und Münster sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen und holte das Letzte aus sich heraus. Kaum auf der Bühne, kam der Rock’n’Roll-Zug, in den die Power-Truppe einstieg, auch schon mächtig ins Rollen. Laut, fast schon zu laut für das kleine Bauernhaus, präsentierte die Band Hits, mit denen einst Eddie Cochran, Wanda Jackson, Little Richard, Jerry Lee Lewis und viele andere Musikgeschichte schrieben, in ursprünglicher Frische. Vom „Summertime Blues“ bis zum „Blue Monday“ und „Johnnys Red Cadillac“ reichte das Repertoire. Singend und tanzend stand Sängerin Jenny Thrill mit ihrer ausdrucksstarken Stimme im Zentrum des Geschehens. Stand die Band schon bei Instrumentalstücken mächtig unter Dampf, knisterte es, wenn die Krefelderin bei den rollenden Beats mitmischte. 

Um besser twisten zu können, zog sie sogar die knallroten High Heels aus. Apropos Twist: Ob Jung oder Alt – alle machten beim Modetanz der frühen 60er Jahre mit, egal wie eng es im Bauernhaus war. „Wenn ihr alle in die gleiche Richtung tanzt, habt ihr genug Platz“, lautete die Ansage, der alle bereitwillig folgten. 

Großen Spaß hatten alle Beteiligten am Rock ‘n’ Roll.

Mit vollem, sattem Sound, Temperament und bemerkenswertem spieltechnischen Können komplementierte die Band Schalksmühler und Auswärtige in die 50er/60er Jahre zurück. Bei den Soli, die reichlich Platz in den zwei randvoll mit Musik angefüllten Sets der Band fanden, demonstrierten die Musiker ein ums andere Mal ihre Klasse. Voran Gitarrist Jimmy Tourette („Hier ist der Name Programm“), absolvierten die Musiker ein Wahnsinns-Programm. Boogie-Woogie Akrobat Marty Smarty, der in atemberaubender Geschwindigkeit über die schwarz-weißen Tasten jagte, wurde „sogar von der Freiwilligen Feuerwehr gesichert, damit er nicht von der Bühne fällt“, wie Jenny Thrill bei der Vorstellung der Band witzelte. 

Dass es nach diesem Feuerwerk nicht ohne Zugaben abging, versteht sich fast schon von selbst.

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