Hilfe aus dem MK

Unternehmen aus dem MK bringen Sachspenden ins Flutgebiet - der Anblick schockiert 

Diese Helfer aus dem Volmetal haben am Wochenende in Dernau tatkräftig mit angepackt.
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Diese Helfer aus dem Volmetal haben am Wochenende in Dernau tatkräftig mit angepackt.

Zum Helfen ins Ahrtal fuhren 15 Fahrzeuge aus dem MK. Einige Tage lang halfen sie vor Ort beim Wiederaufbau und kommen zurück mit schockierenden Bildern.

Schalksmühle/Ahrtal – Ein Bild der Verwüstung bot sich den Helfern aus dem Volmetal am Wochenende in Dernau im Ahrtal. Der Schalksmühler Carsten Koch und der Meinerzhagener Christian Fromhage berichteten im Gespräch mit der Redaktion, dass rund zweieinhalb Monate nach der Hochwasserkatastrophe an ein normales Leben kaum zu denken ist. 22 Helfer hatten sich mit 15 Fahrzeugen, voll beladen mit Sachspenden und schwerem Gerät für Tiefbauarbeiten auf den Weg nach Dernau gemacht. Kurzfristig waren noch die Firmen Küthe aus Lüdenscheid mit einem Sattelzug und Windfuhr aus Schalksmühle mit einer Spende von Außenputz mit ins Boot gekommen.

Fassungslos wegen der Zerstörung

Die, die das erste Mal im Ahrtal waren, seien fassungslos gewesen, angesichts der Zerstörung. Nach wie vor funktioniere die Infrastruktur mit Strom, Wasser und Gas noch nicht. Manche Menschen haben alles verloren und wohnen jetzt bei Freunden, erzählt Koch. Bewegt, auch von der Dankbarkeit der Betroffenen, sind die Helfer zurückgekehrt. Schon jetzt haben etliche, die dabei waren zugesagt, im Frühjahr zu einer erneuten Hilfsaktion in die Region aufzubrechen.

Mit dem schweren Gerät konnte viel geholfen werden.

Auch ein bisschen stolz sind sie über die geleistete Arbeit: „Wir haben viel mehr geschafft, als wir uns vorgenommen haben“, erzählt Carsten Koch. Oft waren es Kleinigkeiten, bei denen mal eben schnell mit dem Bagger geholfen werden konnte. „Man hat eine ganz andere Motivation, wenn man das freiwillig macht, um zu helfen“, so Fromhage.

Eine Menge Arbeit an drei Tagen

Die Helfer, von denen fast alle erfahrene Tiefbauer waren, konnten an den drei Tagen eine Menge an Erdarbeiten erledigen. Hilfen wie diese werden noch lange gebraucht, sind Carsten Koch und Christian Fromhage überzeugt. Geplant sei, so hat Fromhage erfahren, Container als Unterkünfte für Helfer aufzustellen – ähnlich wie bereits stehende Wohncontainer für Senioren.

Viele Häuser sind inzwischen im Rohbauzustand.

Inzwischen seien viele Gebäude immerhin schon wieder in einem Rohbauzustand, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden kann. Angeregt durch die Hilfsaktion von den Firmen aus Schalksmühle, Meinerzhagen und Umgebung sind weitere Firmen und Helfer ermuntert worden, ihre Einsätze anzubieten. Fromhage hat Kontakt zum Beispiel für drei Estrichfirmen vermittelt, die kurzfristig eine ähnliche Hilfsaktion starten wollen und die Hausbesitzer mit Material und Hilfe unterstützen wollen.

Die Helfer sind geschockt von der Zerstörung.

Ärgerlich sei, so Fromhage, dass rund die Hälfte der Farbspenden, die mitgenommen wurden, nicht verwertbar seien, weil sie schon abgelaufen und verklumpt gewesen seien. Diese Rückmeldung von einem Maler aus dem Ahrtal hat den Meinerzhagener geärgert: „Da will man helfen und dann bringen wir denen Material, das sie entsorgen müssen.“ Die Helfer bedauern das zutiefst, aber es sei nicht möglich gewesen, alle Spenden vorher zu kontrollieren.

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