Ein "Schandfleck" für Dahlerbrück

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Die Brandruine an der Straße In der Lieth stellt für viele einen Schandfleck in Dahlerbrück dar. Seit dem Feuer ist dort nichts passiert.

Dahlerbrück - Weiterhin unklar bleibt, wie es mit der Brandruine an der Straße In der Lieth in Dahlerbrück weitergeht. Nach dem fatalen Brand des Dachstuhls stellt das unbewohnbare Gebäude ein großes Ärgernis für die Anwohner und die Gemeindeverwaltung dar.

Nachdem im Sommer vergangenen Jahres das Dach des Hauses als Folge einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung lichterloh in Flammen stand und für einen Großeinsatz der Feuerwehr, der Polizei, des Ordnungsamtes und des Technischen Hilfswerks sorgte, ist es ruhig um die Ruine geworden. Seitdem ist dort, abgesehen von in Absprache mit dem Märkischen Kreis getroffenen Sicherungsarbeiten durch die Gemeinde, nichts passiert. Dabei scheint ein Abriss der Immobilie unumgänglich. Das sieht auch Bürgermeister Jörg Schönenberg so, der jeden Tag auf dem Weg zu Arbeit an dem Gebäude vorbeifährt. „Derzeit stellt das zerstörte Haus noch keine Gefahr für Passanten und Autofahrer der Glörstraße und In der Lieth dar. Aber es ist ein Schandfleck am Eingang Dahlerbrücks. “

Zu dieser Erkenntnis kam die Verwaltung bereits im vergangenen Jahr, nachdem man gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle den Brandort untersuchte. Ein mögliches Gefahrenpotenzial durch Windböen, die Teile der zerstörten Dachkonstruktion oder andere Verkleidungselemente auf die Straßen, in die Volme oder auf den Fußweg wehen könnten, sehe man nicht. Seinerzeit hatte man zur Sicherung extra den Dachstuhl in das Haus stürzen lassen, um ausschließen zu können, dass Fußgänger oder Fahrzeuge gefährdet werden.

Bei extrem starkem Wind sei es zwar nicht ausgeschlossen, dass andere Grundstücke gefährdet werden. Hier sei die Gefahr jedoch nicht größer als bei einem intakten Haus. Sollten doch Teile abfallen, so würden sie eher in das Innere des Gebäudes stürzen.

Zwar seien auch die noch funktionsfähigen Türen und Fenster der Ruine abgesichert beziehungsweise abgeschlossen. Doch ganz auszuschließen sei es nicht, dass sich erneut Unbefugte Zutritt zu der Immobilie verschaffen und möglicherweise dort wieder Feuer legen.

Zufrieden gibt sich der Bürgermeister mit diesem Zustand nicht. „Es wäre mir lieber, wenn mit dem Gebäude so schnell wie möglich etwas geschehen würde. Die Dahlerbrücker würden sich sicher auch freuen.“ Doch, dass sich an der derzeitigen Situation schnell etwas ändern könnte, steht für den Bürgermeister noch in den Sternen.

„Was passiert mit dem Gebäude? Wird es überhaupt angerissen?“, fragt er, nachdem er mehrfach zusammen mit der Leiterin des Ordnungsamtes, Silvia Gonzalez, mit dem zuständigen Immobilienverwerter, dem Auktionshaus Abromeit aus Mellen, gesprochen hat. Dieses führe, so seine Informationen, mit der Versicherung einen Streit über die Leistungen. „Die Brandruine ist ein sogenannter schwebender Versicherungsfall.“

Trotz mehrfacher Anfragen erhielt unsere Zeitung von Abromeit keine Auskunft über das weitere Geschehen im Bezug auf die Immobilie. Die zuständige Mitarbeiterin sei derzeit aus persönlichen Gründen nicht im Dienst, heißt es am Telefon. Jörg Schönenberg weiß hingegen mehr und gibt an, dass man sich vonseiten der Verantwortlichen bei der Verwaltung melden wolle, sobald es etwas Neues gibt. „Das Ordnungsamt ist weiterhin aktiv. Wir bleiben am Ball“, versichert der Bürgermeister.

Bleibt zu hoffen, dass der Schandfleck in Dahlerbrück schnell beseitigt wird. Schließlich soll mit der Aufwertung des Glörparks die Lebensqualität in dem Gemeindeteil für Jung und Alt erhöht werden. Die Brandruine würde den neuen Glanz allerdings erheblich trüben.

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