Ungültige Fahrerlaubnis: Schalksmühler verurteilt

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Schalksmühle - Die Fortbewegung über größere Strecken hinweg war das zentrale Problem eines heute 23-jährigen Schalksmühlers, der durch den Verzicht auf den Kauf von Fahrkarten schon diverse Geldstrafen provozierte.

Um das Problem zu lösen, erwarb er in Serbien eine Fahrerlaubnis, die allerdings ein Jahr lang – als Führerschein auf Probe – nur dort galt.

Am 20. September befuhr der junge Mann noch innerhalb dieser Frist die Bayernstraße in Lüdenscheid, und die Polizeibeamten, die ihn dort stoppten, ließen den vorgelegten Führerschein überprüfen.

Von Einschränkung nichts gewusst?

Er habe nicht gewusst, dass die Einschränkung der Fahrerlaubnis auf Serbien nicht nur für 17-Jährige, sondern für alle Fahranfänger gelte, trug der 23-Jährige im Amtsgericht Lüdenscheid vor.

Hatte er den Text nur nicht gründlich gelesen? Mithilfe des Dolmetschers klärten Richter und Staatsanwalt, dass der Text auf dem Dokument eigentlich ziemlich eindeutig war und der Angeklagte gewusst haben musste, dass er in Deutschland zum Zeitpunkt der Kontrolle noch nicht fahren durfte.

Geldstrafe von 1200 Euro

Strafrechtlich schwerer wog allerdings eine erneute Beförderungserschleichung. Die Fahrt zwischen Düsseldorf und Köln schlug wegen vorangegangener Verurteilungen in diesem Bereich mit stattlichen 70 Tagessätzen zu je 15 Euro zu Buche. Wegen des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis kamen 20 Tagessätze hinzu. Da Juristen bekanntlich anders addieren, ergaben 70 und 20 insgesamt 80 Tagessätze – eine Geldstrafe von immerhin 1200 Euro.

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