Mann hängt im Dachstuhl

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Meterhoch hang der Dummy im Dachstuhl fest – mit Leitern und Seilen befreiten die Feuerwehrmänner das Opfer. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Flutstrahler tauchen ein Scheune in ein helles Licht, Männer rennen. Auf dem Hof der Familie Heutelbeck in Albringwerde war am Freitagabend nach Einbruch der Dunkelheit so viel Trubel wie schon lange nicht mehr. Die Feuerwehrlöschgruppen Winkeln und Hülscheid waren zu zwei aufwändigen Übungseinsätzen zum Ort des Geschehens ausgerückt und mussten jeweils eine knifflige Einsatzlage meistern.

Während die Löschgruppe Winkeln einen Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen nach Verpuffung mit mehreren vermissten Personen in den Griff bekommen musste, wurden die Hülscheider in der Scheune mit einem viel ungewöhnlicheren Fall konfrontiert. Hier galt es nämlich, eine bewusstlos unter dem Dach hängende Person zu bergen, der beim Wechseln einer Glühlampe in luftiger Höhe die Leiter umgefallen war. Dieses Mal musste allerdings keine reale Person als Unfallopfer herhalten, stattdessen wurde am Ort der tragischen Geschehnisse ein Dummy platziert.

Während die Kollegen aus Winkeln an einem Brunnen in einem nahe gelegenen Feld die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung am Ort der Verpuffung sicherstellten, wurden in der Scheune alle Maßnahmen getroffen, den Verletzten aus seiner misslichen Lage in luftiger Höhe zu befreien. Dabei galt es – unter den wachsamen Augen der beiden Einsatzleiter Stefan Kellner und Olaf Plautz –, zunächst die Leiter ausreichend zu sichern, mit deren Hilfe die Einsatzkräfte zu dem Verletzten gelangen konnten.

Die Devise lautete, nicht nur den Einsatz selbst, sondern auch die Vorbereitungen dazu mit Routine und Umsicht durchzuführen. Nachdem die beiden Übungen vor Ort abgewickelt worden waren, machten sich die Löschzüge – insgesamt rund 60 Personen waren an den Einsätzen beteiligt – auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus Winkeln, wo die beiden Einsatzleiter ein positives Fazit zogen und sich bei Gastgeber Werner Heutelbeck, der an dem Einsatz auch als Feuerwehrmann aktiv teilnahm, bedankten.

Die Funkdisziplin sei gut gehalten worden, und auch die Wasserversorgung und technische Hilfe habe hervorragend funktioniert, betonte Olaf Plautz. Und weil so gute Arbeit auch belohnt werden muss, konnten sich alle Beteiligten schließlich mit Schnitzel und Kartoffelsalat stärken. ▪ bot

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